Ronny Ziesmer begleitet eine tragische jedoch unvergleichlich beeindruckende und anspornende Lebensgeschichte. Der aus Brandenburg stammende Athlet war deutscher Meister im Mehrkampf und zählte unter den Turnern zum erweiterten Favoritenkreis für die Olympischen Spiele in Athen. Nach einem verunglückten Trainingssprung im Jahr 2004 ist der ehemalige Sportsoldat querschnittgelähmt.
Kurz nach diesem Unfall stürzte sich Ronny Ziesmer mit erstaunlichem Elan in das tägliche Training um den Rest an Nervenreflexen, die in seinen Armen steckten, zu erhalten.
Der Sportler scheint wenig Zeit damit verbracht zu haben über diesen Schicksalsschlag hinweg zu kommen und hat sich mit ganzer Kraft den neuen Lebensumständen gestellt.
Auf Anregung von Ronny Ziesmer hat die Deutsche Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) im Juli 2006 eine treuhänderische Stiftung unter dem Namen ‘Deutsche Stiftung Querschnittlähmung – Allianz der Hoffnung‘ (DSQA). gegründet. Seit Anfang der 90er Jahre gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, denen zufolge die Chance besteht, Gelähmte wieder gehend zu machen oder zumindest bestimmte Körperfunktionen teilweise wiederherzustellen. Ronny Ziesmer hat sich diese Überzeugung zu eigen gemacht und will seine Popularität nutzen, um zum Einen die nationale und internationale Öffentlichkeit auf die Notwendigkeit der intensiveren Forschungsaktivitäten hinzuweisen und zum Anderen bei der Einwerbung von Forschungsmitteln mitzuwirken. Außerdem widmet sich Ronny Ziesmer inzwischen einem Studium der Biotechnologie an der Fachhochschule Lausitz.
Auch in sportlicher Hinsicht hat sich Ronny Ziesmer neue Ziele gesetzt. Der 30-jährige ist auf das Handbike umgestiegen und seit 2008 aktiver Fahrer. Nach nur 2:09:22 Sekunden fuhr er über die Ziellinie seines ersten Marathons. Diese sehr gute Zeit hätte selbst Reiner Pilz, Organisator der Rollstuhl- und Handbikewettbewerbe beim Berlin Marathon 2009 nicht für möglich gehalten. ‘Er ist eine Zeit gefahren, die ich ihm gar nicht zugetraut hätte. Ich hatte eher mit drei Stunden gerechnet.’, so Pilz. Ein routinierter Begleiter fuhr mit Ziesmer über die 42,195km lange Strecke, der 63 Jahre alte Paralympics-Sieger Heinrich Köberle. Ziesmers nächstes Ziel sind vielleicht die Paralympics 2012 im Rahmen der Olympischen Spiele in London.
Wer „Meeting in Daegu 2009“ sagt, der muss auch „Usain Bolt“ sagen. Die Organisatoren des „Colorful Daegu Pre-Championships Meeting“ hatten den jamaikanischen Sprinter, ein Shootingstar selbst unter den schnellsten Männern der Welt, nach zähen Verhandlungen verpflichten können, bei dem Leichtathletik-Event in Südkorea teilzunehmen. Nun sagte Bolt seine Teilnahme ab.
Von der Teilnahme des frisch gebackenen mehrfachen Sprintweltmeister hatten sich die Koreaner insbesondere in Daegu erneute Impulse für die Leichtathletik erhofft, die in Südkorea bislang kaum einen Hund hinter dem Ofen hervor locken konnte, aber durch den Hype um die Olympischen Spiele 2008 und die Weltmeisterschaft 2009 in Berlin, vor allem um die jamaikanische Lichtgestalt Bolt, erstmals auch in der asiatischen Nation für Begeisterung sorgen konnte.
Beim Meeting im farbenfrohen Daegu, so der offizielle Name mit Beinamen, sollte der charismatische Bolt die Massen ins Stadion locken, auf der Homepage der Veranstaltung prangt denn folgerichtig auch ein Foto des Sprinters. Die Absage des Jamaikaners dürfte die Veranstalter tief treffen, schliesslich ist der Wettbewerb mit 16 Disziplinen nicht gerade ein Event der Extraklasse, sondern nur Vorgeschmack, Anheizer und Testlauf für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft, die 2011 in Daegu, auch Taegu geschrieben, stattfinden wird.
Das Meeting, das am 25. September stattfinden wird, ist auf drei Stunden ausgelegt, zu sehen sein werden neben diversen Laufwettkämpfen Dreisprung, Weitsprung, Stabhochsprung und Speerwurf. Nachdem der dreifache Weltmeister, dreifache Olympiasieger und mehrfache Weltrekordinhaber, der schneller neue Weltrekorde läuft, als andere ihren Schatten über den Haufen schiessen können, seine Teilnahme abgesagt hat, ist die Aufregung und Enttäuschung so gross, dass im Internet selbst die Homepage der Veranstaltung selbst kaum zu finden ist, daher hier die Adresse, damit sich nicht noch jemand in die arbeitsaufwändige Recherche stürzen muss.
Der Prinz von Asturien Preis für sportliche Leitungen wird an die russische Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa ausgelobt.
Wie die in Oviedo tagende Jury erklärte, konnte sich die 27-Jährige Russin in der Endauswahl gegen die Spanierin Marta Domínguez, die den Weltmeister-Titel im 3000-m-Hindernislauf innehat, behaupten. Mit 5,06 Metern legte Issinbajewa beim IAAF-Golden-League-Meeting Weltklasse Zürich eine neue Weltrekord-Marke fest. Schon zuvor fiel sie durch zwei Hallenweltrekorde beim Hallenmeeting 2009 in Donezk auf, wo sie zunächst 4,97 m übersprang und sich dann noch auf 5,00 m verbesserte. Für ihre Leistungen wurde Issinbajewa bereits 2007 und 2009 mit dem Laureus World Sports Award als Weltsportlerin des Jahres geehrt.
Beim Prinz von Asturien Preis zählte Sprint-Weltmeister Usain Bolt als allgemeiner Favorit. Da der schnelle Jamaicaner jedoch im Oktober der zeremoniellen Preisübergabe nicht hätte beiwohnen können, entfernte die Jury den Weltrekordler über 100 und 200 Meter aus dem Kandidaten-Lineup. So rückte die Jury unter dem Vorsitz vom ehemaligen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Juan weiterlesen »