Leichtathletik-EM 2012 in Helsinki? Definitiv ja! Wenn vom kommenden Sonntag bis Dienstag der Europäische Leichtathletik-Verband (EAA) seine Council-Tagung abhält, wird als einziger Kanditat für die Leichtathletik-EM 2012 die finnische Hauptstadt ins Rennen gehen.
Erst im kommenden Frühjahr soll die Entscheidung darüber fallen, in welcher europäischen Stadt die Leichtathletik-EM 2012 stattfinden soll, aber angesichts der gelinde gesagt eher kuschelweichen Konkurrenzsituation für den Bewerber Helsinki, der sich eigentlich für die EM 2014 bewerben wollte, dürfte die Entscheidung in der katalanischen Haupstadt, die als zweitgrösste spanische Stadt vielfältige Einkaufsmöglichkeiten bietet, im Frühling – hier findet übrigens die Leichathletik-EM 2010 statt – kaum für Überraschungen sorgen. Ab dem Jahr 2012 soll die Leichtathletik-Europameisterschaft im Zwei-Jahres-Turnus stattfinden.
Fest steht darüber hinaus im Übrigen schon ganz offiziell, dass die EM vom 27. Juni bis 1. Juli ausgetragen werden wird, nur einen Monat vor weiterlesen »
Der Prinz von Asturien Preis für sportliche Leitungen wird an die russische Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa ausgelobt.
Wie die in Oviedo tagende Jury erklärte, konnte sich die 27-Jährige Russin in der Endauswahl gegen die Spanierin Marta Domínguez, die den Weltmeister-Titel im 3000-m-Hindernislauf innehat, behaupten. Mit 5,06 Metern legte Issinbajewa beim IAAF-Golden-League-Meeting Weltklasse Zürich eine neue Weltrekord-Marke fest. Schon zuvor fiel sie durch zwei Hallenweltrekorde beim Hallenmeeting 2009 in Donezk auf, wo sie zunächst 4,97 m übersprang und sich dann noch auf 5,00 m verbesserte. Für ihre Leistungen wurde Issinbajewa bereits 2007 und 2009 mit dem Laureus World Sports Award als Weltsportlerin des Jahres geehrt.
Beim Prinz von Asturien Preis zählte Sprint-Weltmeister Usain Bolt als allgemeiner Favorit. Da der schnelle Jamaicaner jedoch im Oktober der zeremoniellen Preisübergabe nicht hätte beiwohnen können, entfernte die Jury den Weltrekordler über 100 und 200 Meter aus dem Kandidaten-Lineup. So rückte die Jury unter dem Vorsitz vom ehemaligen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Juan weiterlesen »
Jennifer Oeser löste in Ratingen ihr WM Ticket und ist nun im Siebenkampf zur WM in Berlin auf Medaillenkurs. Die Top Athletin aus Brunsbüttel schaut mit positiven Gefühlen nach Berlin. ‘In der Heimat war ich immer stark, ein gutes Omen für Berlin’, sagt die 25-jährige. Mit einer deutschen Jahresbestleistung von 6442 Punkten hat Jennifer Oeser auch allen Grund dazu.
Jennifer Oeser empfahl sich dem DLV mit hervorragenden Leistungen zur WM 2009 in Berlin. Sie ist mit noch nie erreichten 13,36 Sekunden in Ratingen ihre ganz persönliche Bestzeit über die 100 Meter Hürden gelaufen, das allerdings bei zu starkem Rückenwind.
Auch im Weitsprung katapultierte sich die Siebenkämpferin des Vereins TSV Bayer 04 Leverkusen auf sehr gute 6,50 Meter. Beim finalen 800 Meter Lauf kam Jennifer Oeser vor der Olympiadritten Tatjana Tschernowa aus Russland und Landsfrau Lilli Schwarzkopf ins Ziel. weiterlesen »
Robert Harting, deutscher Diskuswerfer im EM-Kader und Medaillenhoffung für den DLV, äußerte sich in den letzten tagen etwas zu unbesonnen zum Thema Doping. Die Gedankenspiele des Berliners über eine Dopingfreigabe kommen für den DLV sehr ungelegen in Hinblick auf die am 15. August beginnende Leichtathletik-WM.
Robert Harting stachelt elf Tage vor der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin eine unschöne Doping-Diskussion an, die vom DLV-Präsident Clemens Prokop sofort und sehr energisch zurück gewiesen wurde.
Gegenüber dem ‘Mannheimer Morgen‘ ließ Harting seine Gedanken bei der Dopingfrage etwas zu sehr schweifen. ‘Wo Geld ist, wird gedopt’, sagte Harting und schlussfolgerte: ‘Eigentlich ist es sinnlos, gegen diese Tatsache an zukämpfen. Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser wäre, Doping in irgendeiner Form zu erlauben, so knallhart sich das auch anhören mag. Dann würde sich zumindest niemand mehr darüber aufregen.’ weiterlesen »
Geboren wurde Alexander Straub am 14. Oktober 1983 in Geislingen/Steige, einem Ort zwischen Stuttgart und Ulm. Angefangs liebte er wie viele Jungen das Fußballspielen, aber bereits in der zweiten Klasse schickte ihn sein Sportlehrer zur Leichtathletik. Zum Glück entdeckte er das Talent des damals siebenjährigen Jungsportlers.
‘Er erkannte, das ich mich relativ gut bewegen konnte’, so Alexander Straub in einem Interview. Training im Mehrkampf und ein bisschen Werfen folgten, ‘aber ich war nicht der Wurftyp, habe vielmehr schnell festgestellt, dass mir Stabhochsprung liegt, einfach Spaß macht.’
Von da an ging Alexanders Sportlerkarriere steil bergauf. ‘Ich schaffte die Kadernorm und bin im Winter 1998/99 zu meinem jetzigen Trainer Ivan Macura-Böhm nach Stuttgart gegangen.’ Seinem Heimatverein blieb er aber bis heute treu. Er startet immer noch gerne für die LG Filstal, einer Leichtathletikgemeinschaft und erspringt die vordersten Plätze.
Mit 5,70 Metern sprang Alexander Staub beim MTV Meeting in Ingolstadt schon zum zweiten Mal die geforderte Stabhochsprung-Norm der Olympischen Spiele. Damit könnte ihm ein Startplatz für die WM 2009 sicher sein. In das letztjährigen Wettkampftrio Danny Ecker, Tim Lobinger und Björn Otto würde er jedenfalls gut hinein passen mit dieser Leistung. Doch es gibt nur drei Plätze für die WM. Die Entscheidung um diese Startplätze für Berlin fällt dann bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm. Mit der Leistung von Ingolstadt hat sich Straub erst einmal Luft verschafft.
‘Mein Hauptaugenmerk gilt der WM 2009 in Berlin’, sagte Alexander Staub selbstbewusst. Also viel Erfolg!
Das traditionelle Leichtathletiktreffen, das „Grand Prix Meeting“ findet bereits seit 1961 in Ostrava statt und jährt sich 2009 zum 6. Mal.
Der sportliche Wettkampf wird als bisher einziges Treffen in der Tschechischen Republik, und ihren Nachbarländern, im Rahmen des IAAF Grand Prix ausgetragen und hat sich mittlerweile zu einem der größeren Sport-Events etabliert.
Der 17. Juni. 2009 für jeden Fan der Leichtathletik ein besonderes Datum und vielleicht unterstreichen sie den 17. Juni 2009 schon mal rot.
Denn auf dem spektakulären Treffen der World Athletic Tour (IAAF GRAND PRIX) – dem 48. Golden Spike – wird man viele Stars aus der Leichtathletik-Szene antreffen.
Unter anderem die Olympiasiegerin Pamela Jelimo aus Kenia und Dayron Robles aus Kuba wird dabei sein. Letzterer stellte letztes Jahr Ostrava einen neuen Weltrekord im 110m Hürdenlauf auf.
Auch die Weltmeistern im Hochsprung Blanka Vlasicova wird in Ostrava antreten, ebenso der derzeit größte Star in der tschechischen Leichtathletikszene: Die Weltrekordhalterin im Speerwurf Barbora Spotakova wird zum dem sportlichen Ereignis erwartet.
Das “Golden Spike Meeting” in Ostrava ist die zweitgrößte Leichtathletik-Veranstaltung nach der ISTAF im Berliner Olaympia-Stadium im Juni 2009.
Der ganze Wettkampf der Athleten wird live im TV übertragen und zwar am Mittwoch, den 17.06. 2009 von 18 Uhr bis 20.30 auf Eurosport.
Stabhochspringer Romain Mesnil sorgt mit einem Nacktsprint durch Paris für Aufruhr. Sponsoren zu gewinnen ist eben auch für Sportler schwierig.
Vize-Weltmeister Romain Mesnil suchte nach neuen Sponsoren und kündigte an, er werden nackt mit seinem Pole durch Paris flitzen. Was er auch tat am 31. März. Da sein bisheriger Vertragspartner die Laufzeit seines Vertrages nicht verlängerte, musste Mesnil kreativ werden – Also rannte er im Adamskostüm durch die Innenstadt von Paris. Ein YouTube-Video zeigt ein paar Mitschnitte, die allerdings mit einem schwarzen Balken entschärft wurden.
Neben dem Laufvideo findet auch eine Versteigerung seines Sponsorenvertrages statt, diese läuft noch bis zum 10. April. Nach Auftreten des Videos wurden, kaum überraschend, höhere Gebote abgegeben. Wie welt.de berichtet, ließ das französische Fernsehen die Bilder zur Hauptsendezeit laufen. Derzeit liegt das Höchstgebot bei 45.050,- Euro.
Der Stabhochspringer konnte also seinen Wert etwas steigern, ob der bisherige Ertrag allerdings ausreicht, bleibt abzuwarten. Mesnil will aber nicht nur Geld für sich. Ein Platz auf dem Trikot wird ebenfalls für 3.000 Euro versteigert. Nach dem Ende der Saison geht das Trikot an den Verein “un maillot pour la vie” (“ein Trikot für das Leben”), der Ertag aus der Auktion geht an die Krebsforschung.
Der Vize-Europameister im Stabhochsprung, hat auf jeden Fall für Trubel gesorgt. Vielleicht spornt das soziale Engagement und die neue Marketingstrategie noch weitere Sponsoren zu einer kleinen Unterstützung an. So viel Körpereinsatz müsste sich für Romain Mesnil eigentlich auszahlen.
Nun ist die Idee zwar nicht ganz neu, viele Sportler ziehen ja auch für den Playboy blank, allerdings ist soviel Publikumsnähe eine Innovation in Sachen Marketing.
Dopingsünder Dwain Chambers hat eine Autobiographie basierend auf seinem Tagebuch seit 2004 verfasst. Natürlich spielt auch der Dopingskandal um den Briten dabei eine Rolle.
Dwain Chambers einstiger Sprintstar war 2004 wegen der Einnahme von Dopingmitteln zu einer zweijährigen Sperre verurteilt worden. 2006 wurde er dann erst wieder enthusiastisch von den Britischen Verantwortlichen im Sprinterteam willkommen geheißen, ein Jahr später sah alles ganz anders aus und man ließ ihn 2008 in Peking nicht starten.
Schon seit Jahren schwankt das Verhalten gegenüber Chambers zwischen Rehabilitierung und Diskreditierung, zumindest wurden bei ihm die Strafen härter ausgelegt als bei vielen anderen bekannten britischen Dopingsündern.
Mittlerweile darf Chambers für Großbritannien starten, wie demnächst bei der Hallen-EM in Turin über 60m im Sprint.
Ist die Autobiographie ein Racheakt?
Der Daily Telegraph meldete, dass das Buch “einige Handgranaten” werfe, besonders in Richtung der Befürworter lebenslanger Sperren bei Dopingfällen. Auch andere Aktivisten in Sachen Doping kämen nicht besonders positiv weg, er will aber keine Namen nennen.
Ein anderer Beweggrund für Chambers könnten seine immensen Schulden sein, das wurde natürlich gleich dementiert. Das Buch mit dem beudeutungsschwangeren Titel “Race against me”soll am 09.März veröffentlicht werden.
Ist es ein Zufall, dass das Veröffentlichungsdatum nur einen Tag nach Chambers Auftritt in Turin bei der Hallen-EM stattfinden wird? Wohl eher nicht, bestimmt wird es aber dafür sorgen, dass der Fall Chambers auch weiterhin kontrovers diskutiert wird.
Dopingsünder oder nicht, eine einheitliche Regelung bei Starts wäre nur gerecht. Wenn Dwain Chambers dies in seiner Biographie fordert wäre es nur gerecht.
Der überraschende Tod von Rene Herms ist aufgeklärt. Der 26-Jährige, der vor zwei Wochen leblos in seiner Wohnung im sächsischen Lohmen aufgefunden wurde, ist an einer Herzmuskelentzündung verstorben. Das ergab die gerichtsmedizinische Untersuchung.
Doping sei, wie auch spekuliert wurde, damit ausgeschlossen. Der 800-Meter-Läufer ist “eines natürlichen Todes gestorben”, hieß es in einer Presseerklärung. “Das Todesermittlungsverfahren kann damit abgeschlossen werden.” Doch wie kann es sein, dass ein 26-jähriger Profisportler am so genannten Sekundentod verstirbt? weiterlesen »
Eine traurige Meldung aus der deutschen Leichtathletik-Szene. Rene Herms wurde am 10. Januar tot in seiner Wohnung in Lohmen bei Pirna aufgefunden. Die Todesursache des erst 26-Jährigen ist noch unklar. Fremdeinwirkung wurde aber ausgeschlossen.
“Wir haben die Ermittlungen aufgenommen. Es weißt nichts auf Fremdverschulden, Suizid oder ein Verbrechen hin”, erklärte Bernd Kopke von der Polizeidirektion Oberes Elbtal im Osterzgebirge. weiterlesen »