Bei der Olympia-Qualifikation in Ratingen konnten die Zehnkämpfer Arthur Abele (8372 Punkte), André Niklaus (8273) und Michael Schrader (8248) das Peking-Ticket einlösen. Dagegen verpasste Pascal Behrenbruch nach einer verletzungsbedingten Aufgabe die Qualifikation für Olympia. Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic unterstrich bei der Europacup-Liga in Istanbul mit der Jahresweltbestleistung von 2,06 Meter ihre Favoritenrolle in Peking. weiterlesen »
Für den WM-Fünften André Niklaus wird es knapp, sich noch für die Olympische Spiele qualifizieren. Somit droht dem Zehnkämpfer nach Athen die zweite Nichtteilnahme. Die letzte Chance bietet sich dem Hallen-Weltmeister von 2006 an diesem Wochenende in Ratingen. weiterlesen »
Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking am 8. August fällt für viele australische Leichtathleten aus. So sei der Zeitplan der Wettkämpfe sehr ungünstig gelegt worden und auch wegen der schlechten Luftqualität in der Millionen-Metropole werden viele Athleten von „Down under“ nicht an der Zeremonie teilnehmen. Auch deutsche Leichtathleten werden bei der Eröffnung fehlen. weiterlesen »
Michael Johnson hat seine Konsequenzen gezogen. Der fünfmalige Olympiasieger kann seinerseits gut auf die Goldmedaille der 4×400-m-Staffel von 2000 verzichten und will sie dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zurückschicken.
Grund für seinen Entschluss ist das Doping-Geständnis von Antonio Pettigrew, der in Sydney an Johnson’s Seite die Goldene gewann. “Ich weiß, dass diese Medaille nicht unter fairen Umständen gewonnen wurde und schmutzig ist. Ich fühle mich belogen, betrogen und im Stich gelassen”, schrieb der Weltrekordhalter über 200- und 400-Meter in der englischen Tageszeitung “Daily Telegraph”.
“Ich war naiv”
Der 40-Jährige wolle die Medaille nicht mehr länger im selben Schrank liegen lassen, mit all den anderen, die er im Laufe seiner einzigartigen Karriere gewonnen hat. Aber Johnson übt auch Selbstkritik. Er räumte ein, bei der Verteidigung des Sports gegenüber Doping in den letzten Jahren “naiv” gewesen zu sein.
Umso mehr zollt ihm der Internationale Leichtathletik Verband, IAAF, Respekt. “Mit diesem mutigen Schritt hat Michael eine wichtige Botschaft über die Stellung des Dopings im Sport vermittelt. Michael hat das richtige getan”, sagte IAAF-Sprecher Nick Davies.
Hut ab vor Michael Johnson. Bleibt nur zu Hoffen, dass weitere Athleten seinem Beispiel folgen.
Tim Montgomery steht Ärger ins Haus. Wegen Geldbetruges und Drogenhandels blüht dem ehemaligen Welt-Sprintstar eine mehrjährige Gefängnisstrafe.
Wenn es ganz hart kommt, muss der 36-jährige für 46 Monate hinter schwedische Gardinen. Doch was ist passiert? Im April 2006 gab Montgomery zu, 2005 in Straftaten verwickelt gewesen zu sein. Auch sein ehemaliger Trainer Steve Riddick soll mit im Boot gesessen haben. Und dieser wurde mit einer fünfjährigen Gefängnisstrafe und 375.000-Dollar-Geldstrafe belangt.
Marion Jones involviert
Aber auch seine ehemalige Freundin Marion Jones war in die Geschichte involviert. Sie gab im vergangenen Jahr zu, Untersuchungsbehörden wegen der Geldwäsche und dem Scheckbetrug angelogen zu haben. Für diesen Meineid wanderte die einst schnellste Frau der Welt ins Gefängnis. Zurzeit verbüßt sie in Texas ihre sechsmonatige Haftstrafe.
Montogery handelte mit Heroin
Doch Montogomery hat noch mehr Dreck am stecken. Wie die us-amerikanische Zeitung “Virginia Post” berichtet, soll er mit Heroin gehandelt haben. Insgesamt 100 Gramm soll der einstige Sprintstar verkauft haben. Vor knapp vier Wochen wurde er Montgomery deswegen verhaftet und sitzt seitdem in Haft.
Hier das Video über den 100-m-Weltrekord:
Das leidige Thema Doping hält mal wieder Einzug in den Sport. Doch diesmal sind keine Athleten direkt beteiligt, sondern vielmehr Dieter Kollark.
Kollark ist der Trainer von Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch und Kugelstoßerin Petra Lammert und soll zu DDR-Zeiten Athleten mit Dopingmitteln versorgt haben. Dies könnte nun zu Folge haben, dass die deutschen Medaillenhoffnungen Dietzsch und Lammert ohne Trainer zu den Sommespielen 2008 nach Peking reisen müssen.
Vorfall wird geprüft
Der TV-Sender “NDR” soll bei Recherchen bei der Birthler-Behörde auf Kollark aufmerksam geworden sein. Nun will der Deutsche Olympische Sport-Bund (DOSB) den Verdacht prüfen. Von dem 63-jährigen Kollark, der zurzeit beim SC Neubrandenburg als Trainer tätig ist, wollte zu den Gerüchten keine Stellungnahme machen. “Wir werden den NDR bitten, die Unterlagen unseren unabhängigen Kommissionen für Stasi-Verwicklungen und Doping zur Verfügung zu stellen”, sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. Anschließend werden diese Gremien dem Präsidenten des DOSB eine Empfehlung aussprechen, ob Kollark nun für die olympischen Spiele nominiert werden könne oder nicht.
Kollark war für Stasi tätig
Zudem war Kollark zu DDR-Zeiten als Spitzel tätig. Von 1984 bis 1989 hat er unter dem Decknamen “Alexander” Informationen über Spitzenathleten an die Stasi weitergeleitet. Für die Aufklärung sorgte die einstige Sprinterin Katrin Krabbe, die Kollark enttarnt hat.
Kollark war für die Stasi aktiv
Kollark arbeitete zudem von 1984 bis zum Fall der Mauer unter dem Decknamen “Alexander” als Inoffizieller Mitarbeiter für die Staatssicherheit und gab Informationen über Spitzenathleten weiter. Hierfür wurde er 1994 von der ehemaligen Sprinterin Katrin Krabbe enttarnt worden.
Die Farbe soll Programm sein für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Mit den neuen Oufits in goldener Farbe möchte der Deutsche Leichtathletik Verband schon optisch ein Zeichen setzen und die neue Kleidung kommt bei den Athleten gut an.
Lars Unger, unser Vorzeigesprinter äußerste gegenüber eurosport: „Die Klamotten gefallen mir sehr. Wenn man in den Spiegel schaut, erkennt man sofort die Farben der Nationalfahne. Da kann es nur gut werden.“ Also keine schlechten Voraussetzungen für einen Medaillensegen bei den Olympischen Spielen. Generell scheinen die deutschen Leichtathleten auf dem Weg der Besserung zu sein, wenn man bedenkt, dass man in den letzten lediglich nur noch in ausgewählten Bereichen in der Weltklasse ein Wort mitreden konnte. In Hinsicht auf die Weltmeisterschaften 2009 in Berlin wären Erfolge bei Olympia fast existenziell.
Zumindest kann sich das deutsche Team über den nachträglichen Titel beim Leichtathletik-Europacup 2007 freuen, weil der französische Hammerwerfer Nicolas Figere bei einer Dopingprobe positiv getestet und seine Ergebnisse annulliert wurden.
Wie leichtathletik.de berichtet, sind bereits über 100.000 Tickets für die Leichtathletik-WM in Berlin im nächsten Jahr verkauft worden.
Das bedeutet, dass sich in Deutschland gesteigertes Interesse am Sport selbst verzeichnen lässt, sicherlich auch durch das große Medienecho der olympischen Spiele in China. Auch wenn die Schlagzeilen bezüglich Olympia ziemlich negativ sind, Promo für die Leichtathletik ist Peking insofern trotzdem, als der Sport wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen gerufen wird.
Wenn dieses sportliche Großereignis dann noch einigermaßen glatt über die Bühne geht, sollte einer gelungenen WM 2009 in Berlin eigentlich nichts mehr im Weg stehen. Reinhard von Richthofen-Straatmann, der Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes (BLV), beschwerte sich zwar im Zuge der Vorbereitungen über die Zustände in der Hauptstadt, aber ich glaube fest an die Qualitäten von Berlin als Austragungsort.
Die Stadt bietet ein unnachahmliches Flair, und durch die Fußball-WM sollten noch genügend Trainings- und Unterkunftsmöglichkeiten für ausländische Athleten vorhanden sein.
Wer sich noch ein Ticket sichern möchte, der kann das im Netz unter www.berlin2009.org tun. Die Ticket-Hotline ist 01805 1 2009 1. Außerdem gibt es die Tickets natürlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen.