Stabhochspringer Romain Mesnil sorgt mit einem Nacktsprint durch Paris für Aufruhr. Sponsoren zu gewinnen ist eben auch für Sportler schwierig.
Vize-Weltmeister Romain Mesnil suchte nach neuen Sponsoren und kündigte an, er werden nackt mit seinem Pole durch Paris flitzen. Was er auch tat am 31. März. Da sein bisheriger Vertragspartner die Laufzeit seines Vertrages nicht verlängerte, musste Mesnil kreativ werden – Also rannte er im Adamskostüm durch die Innenstadt von Paris. Ein YouTube-Video zeigt ein paar Mitschnitte, die allerdings mit einem schwarzen Balken entschärft wurden.
Neben dem Laufvideo findet auch eine Versteigerung seines Sponsorenvertrages statt, diese läuft noch bis zum 10. April. Nach Auftreten des Videos wurden, kaum überraschend, höhere Gebote abgegeben. Wie welt.de berichtet, ließ das französische Fernsehen die Bilder zur Hauptsendezeit laufen. Derzeit liegt das Höchstgebot bei 45.050,- Euro.
Der Stabhochspringer konnte also seinen Wert etwas steigern, ob der bisherige Ertrag allerdings ausreicht, bleibt abzuwarten. Mesnil will aber nicht nur Geld für sich. Ein Platz auf dem Trikot wird ebenfalls für 3.000 Euro versteigert. Nach dem Ende der Saison geht das Trikot an den Verein “un maillot pour la vie” (“ein Trikot für das Leben”), der Ertag aus der Auktion geht an die Krebsforschung.
Der Vize-Europameister im Stabhochsprung, hat auf jeden Fall für Trubel gesorgt. Vielleicht spornt das soziale Engagement und die neue Marketingstrategie noch weitere Sponsoren zu einer kleinen Unterstützung an. So viel Körpereinsatz müsste sich für Romain Mesnil eigentlich auszahlen.
Nun ist die Idee zwar nicht ganz neu, viele Sportler ziehen ja auch für den Playboy blank, allerdings ist soviel Publikumsnähe eine Innovation in Sachen Marketing.
Sebastian Bayer sorgte für Aufregung bei den Leichtathletik Hallen Europameisterschaften in Turin. Mit 8,71 Metern gewann er nicht nur die Goldmedaille, sondern stellte einen neuen Hallen-Europarekord und die Weltjahresbestleistung im Weitsprung auf.
Um fast einen halben Meter konnte Sebastian Bayer bei der Leichtathletik Hallen EM in Turin (Italien) seine persönliche Bestmarke im Weitsprung aufbessern. Es lief gut, die Anlage war gut, doch selbst der frischgebackene Europameister war verblüfft von seiner Leistung.
Sein Erfolg katapultiert den 22-jährigen Sebastian Bayer direkt in die Top-Liga des Weitsprungs. Zehn Jahre ist der Europarekord unberührt geblieben, bevor der Athlet vom Bremer LT ihn um 15 Zentimeter toppte. Genau die fehlen aber auch noch bis zum Weltrekord im Weitsprung, der bei 8,95 Metern liegt. Doch gibt es insgesamt nur eine handvoll Leichtathleten, die weiter sprangen als Sebastian Bayer. weiterlesen »
Und gut 14 Tagen ist es soweit. Die Die Leichtathletik Hallen EM im italienischen Turin.
Italien wird somit zum 4. Gastgeber für eine Halle EM. 1978 und 1982 richteten sie die Hallen EM in Mailand und 1992 in Genua aus.
Es werden 38 Athletinnen und Athleten erwartet. Ein gutes Ergebnis, lies Vizepräsident Prof. Dr. Emrich verlauten.
Die größten deutschen Hoffnungen liegen dabei vor allem auf Ariane Friedrich – die deutsche Hoffnung im Hochsprung. Die 25-jährige gilt als die Überfliegerin im Hochsprung.
Auch die deutsche Silke Spiegelburg wird im Stabhochsprung vertreten sein.
Ebenso die Zweitplatzierte Anna Battke und Kristina Gadschiew auf dem dritten Platz werden ebenfalls bei der Hallen EM in Turin anzutreffen sein. Für die Männer werden Alexander Straub und Danny Eckert antreten, während es für Tim Lobinger mit dem vierten Platz nicht gereicht hat.
Disziplin Weitsprung: An den Start gehen Sebastian Beyer, Nils Winter und Christoph Stolz. Alle 3 sind stolz, ins Finale gekommen zu sein. Man darf also gespannt sein, was die Jungs an Rekorden aufstellen werden. Für Melanie Bauschke waren es 6,51m welches sie für’s Finale qualifizierten.
Andre Niklaus der Weltmeister von 2006 im Siebenkampf wird ebenfalls antreten. Bei den Frauen haben sich haben sich Sonja Kesselschläger und Christine Schulz qualifiziert.
In Peking überraschte Raul Spank mit einem fünften Platz. In diesem Jahr hat der 20-jährige bislang 2,30m erreichen können. Tim Riedel ist der zweite Hochspringer, der die Norm gepackt hat.Und für Meike Kröger ist bereits allein Qualifikation schon ein Erfolg, sagt sie.
Christian Blum musste seine Teilnahme bei der Kurzdistanz 60 m leider aufgrund einer Verletzung kurzfristig absagen. Dafür ist der Deutsche Meister Stefan Schwab mit dabei, was bei den Frauen auf Verena Sailer zutrifft.
Beim Dreisprung qualifizierte sich Katja Demut, mit einem Sprung von 14,06m, nach Turin. Bei den Männern wird niemand teilnehmen.
24 Männer und 14 Frauen sind gemeldet und sollen die Farce von 4 Medaillen vor 2 Jahren wettmachen oder zumindest ausgleichen.
Der Startschuss für Leichtathletik Hallen-EM in Turin 2009 beginnt am 6. März um ab 9.30 mit den ersten Bewerben. Die Eröffnungszeremonie findet dann um 15 Uhr statt. An allen drei Tagen gibt es ein dicht aneinander folgendes Programm, das sich in die Vormittags-Session und in die Nachmittags-Session untergliedert.
Auf einen guten Wettkampf, welcher bitte ohne größere Dopingskandale vonstatten gehen möchte
!
Iwan Uchow war beim Moskauer Hallenmeeting “Russischer Winter” der gefeiert Held des Abends. Während das Hoschsprung-Ass, diesmal nüchtern, nur knapp einen Rekord verpasste, verlief die Veranstaltung für Deutschlands Stabhochsprung-Nachwuchsstar Raphael Holzdeppe sehr frustrierend.
Iwan Uchow gewann im Hochsprung mit starken 2,35 Metern. Damit verbesserte der 22-jährige russische Shootingstar seine Weltjahresbestleistung um einen Zentimeter. Nachdem ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen war, wollte Uchow den russischen Hallenrekord knacken. Die 2,41 Meter riss er jedoch dreimal ganz knapp, was seine Leistung nicht schmälerte.
Im September sorgte Uchow in Lausanne für einen Skandal, als er betrunken zum Wettkampf antrat. Bei der Anfagshöhe von 2,17 Metern “sprang” er unter der Latte hindurch und blieb dann erstmal einige Zeit auf der Matte liegen…siehe Video!
Weniger erfreulich verlief das Meeting für Raphael Holzdeppe. Für den 19-Jährige war der Stabhochsprung-Wettbewerb frühzeitig beendet. Er scheiterte gleich dreimal an seiner Einstiegshöhe von 5,41 Metern und legte einen “Salto nullo” hin.
Den Sieg sicherte sich Renaud Lavillenie. Der 22-jährige Franzose gewann mit der Bestleistung von 5,81 Metern.
Den Start in die Hallensaison hat Tim Lobinger mal so richtig verpatzt. Beim Meeting im Göteborger Scandinavium scheiterte der Stabhochspringer schon an seiner Anfangshöhe. Wesentlich besser machte es Ariane Friedrich. Der Hochspringerin reichte dabei eine durchschnittliche Leistung.
Eigentlich sollte Tim Lobinger die 5,35 Meter locker bewältigen können. Doch in Göteborg erwischte der frühere Hallenweltmeister einen ganz schwachen Tag und riss seine Einstiegshöhe gleich dreimal. Einen neuen Angriff auf die EM-Norm von 5,70 Metern will Lobinger am Sonntag in Leipzig unternehmen.
Den Sieg in Göteborg teilten sich gleich zwei Athleten. Der russische Olympia-Zweite Jewgeni Lubjanenko und Alhaji Jeng aus Schweden reichten dabei schon 5,55 Meter. weiterlesen »
Gute Nachrichten aus der Fernsehlandschaft. Die Golden League 2009 können wir dieses Jahr wieder live im Fernsehen mit verfolgen.
Den Auftakt der Premium-Serie macht am 14. Juni das Berliner ISTAF, welches von der ARD übertragen wird. Dagegen wird Eurosport von den anderen fünf Meetings in Oslo (3. Juli), Rom (10. Juli), Paris (17. Juli), Zürich (28. August) und Brüssel (4. September) von Eurosport live berichterstatten.
Im vergangen Jahr guckten die Leichtathletik-Fans noch in die Röhre. Der Pay-TV-Sender Premiere hatte sich zwar die Rechte gesichert, verzichtete aber auf eine Ausstrahlung. Nun dürfen wir uns aber endlich wieder auf die Hatz nach dem Jackpott in Höhe von einer Million US-Dollar auf der Mattscheibe erfreuen.
Letztes Jahr durfte sich die damals 18-jährige Pamela Jelimo über den Geldregen freuen. Die kenianische 800-Meter-Ausnahmeläuferin konnte jedes Meeting der Golden League für sich entscheiden und musste sich den Jackpot mit keinem anderen Athleten teilen.
Die IAAF hat hingegen noch einmal bekräftigt, dass die Golden-League-Serie ab 2010 ausgeweitet und vor allem andere Kontinente stärker berücksichtigt werden sollen. Ob am ISTAF in Berlin dann noch festgehalten werden kann, darf stark bezweifelt werden.
Eure Meinung: Wer kann dieses Jahr die Golden-League-Serie gewinnen?
Die Golden-League-Serie, der gegenwärtig in sechs europäischen Städten durchgeführt wird, könnte schon im Jahre 2010 auf zwölf Meetings aufgestockt werden. Private Investoren sollen diese neue Meeting-Serie finanzieren.
Nick Davies, Sprecher des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF sagte zu der angedachten Reform: „Die endgültige Zusammenstellung der Tour, wird nicht feststehen, bis frühestens im Sommer bekannt ist, wer Teil davon sein will.“
Derzeit besteht die Golden League aus den europäischen Stationen Berlin, Brüssel (Belgien), Rom (Italien), Oslo (Norwegen), Paris (Frankreich) und Zürich (Schweiz). „Die IAAF will die Golden League nicht als exklusiv europäischen Club erhalten“, meinte Davies. Mindestens vier Meetings sollen außerhalb von Europa stattfinden, um die Popularität der Leichtathletik überall auf der Welt zu erhöhen.
Gute Chancen besitzen die Leichtathletik-Meetings in Eugene, Oregon (beide USA), Peking (China), Doha (Katar) und London (Großbritannien) sowie Lausanne (Schweiz) und Stockholm (Schweden).
Solche Meetings, wie hier in Brüssel, sollen ab 2010 auch außerhalb Europas stattfinden:
In der kommenden Saison soll es bei der Golden-League-Serie des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF jeweils fünf Disziplinen bei den Männern und Frauen geben.
Die IAAF entschied sich bei den Herren 100, 400 und 3000 oder 5000 Meter sowie 110 Meter Hürden und Speerwurf vorzusehen. Bei den Frauen wurden laut des Weltverbandes die Distanzen 100, 400, 100 Meter Hürden sowie Hochsprung und Stabhochsprung ausgewählt. In der Saison 2008 kämpften die Männer in sechs und die Damen in vier Disziplinen um den Jackpot von einer Millionen Euro.
Golden-League-Stationen sind in der Weltmeisterschafts-Saison wieder Berlin (14. Juni), Oslo (3. Juli), Rom (10. Juli), Paris (17. Juli), Zürich (28. August) und Brüssel (4. September). Für die Saison 2010 hat der Leichtathletik-Weltverband eine Reform und die Ausweitung der Meeting-Serie auch andere Kontinente vorgesehen.
Die Planungen in Berlin auf die Leichtathlteik-WM laufen bereits auf Hochtouren. Für das sportliche Event, das vom 15. bis 23. August 2009 andauern wird, greift man in der Hauptstadt auf die Erfahrungsschätze von der Fußball-WM 2006 zurück: eine Fanmeile soll eingerichtet werden.
Dies bestätigte Sportsenator Erhart Körting (SPD) gegenüber der “Berliner Morgenpost”: “Es soll ein Ort der Begegnung und der Kultur werden. Es wird etwas Besonderes sein, wir nehmen die Stadt viel mehr mit auf die Reise als bei vorherigen Leichtathletik-Weltmeisterschaften.” weiterlesen »
Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin im kommenden Jahr wird der Marathon erstmals in der Geschichte der WM nicht im Stadion gestartet oder dort beendet. Startpunkt und Zieleinlauf soll am Brandenburger Tor sein. Dies soll auch für die Wettbewerbe im Gehen über 20 und 50 Kilometer gelten.
Der Marathonlauf soll aus einer 10-Kilometer-Strecke bestehen, die von den Athleten viermal gelaufen werden muss und an vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie zum Beispiel dem Reichstag, vorbeiführt. In der letzten Runde wird eine Extraschleife integriert, so dass die komplette Marathon-Distanz von 42,195 Kilometern eingehalten wird.
Auch Langstrecken-Idol Haile Gebrselassie will auch am WM-Marathon teilnehmen. Beim Berlin-Marathon im September 2008 hatte der Äthiopier die von ihm selbst gehaltene Berliner Rekordmarke auf 2:03:59 Stunden getoppt.
Bislang wurden schon 170.000 WM-Tickets verkauft. Die Veranstalter rechnen bis zum Start Mitte August mit 500.000 veräußerten Karten.