Der Deutsche Robert Harting gewann die Goldmedaille im Diskuswerfen bei der Leichtathletik-WM in Daegu. Im Vorfeld des Turniers hatte es einige Schwierigkeiten gegeben, als sich der Weltmeister aufgrund einer entzündeten Pastellasehne im linken Knie zunächst schonen musste.
Robert Harting konnte aus diesem Grunde eine Zeit lang nicht trainieren und sah sich sogar gezwungen, seine Starts bei den Diamond-League-Meetings in London und Stockholm abzusagen. Um den Trainingsvorsprung seiner Konkurrenz nachzuholen, musste er sich einem harten Training unterziehen – so beispielsweise im Trainingslager in Kienbaum und auf der südkoreanischen Insel Jeju, kurz vor der WM.
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Betty Heidler ist zum siebten Mal in Folge Deutsche Meisterin im Hammerwerfen geworden. Die von ihr erreichte Weite von 76,04 Meter übertraf alle bisher in diesem Jahr erreichten Weiten im Hammerwerfen.
Somit steht einer Teilnahme der kommenden Weltmeisterschaft in Südkorea nichts mehr im Weg. Zusammen mit ihrer Klubkameradin Kathrin Klaas darf sie sich Hoffnung auf eine WM-Medaille machen. weiterlesen »
Ralf Bartels zeigte eine Woche vor Beginn der Leichtathletik Weltmeisterschaft in Berlin, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Mit einer Weite von 21,11 Metern erreichte der Kugelstoßer aus Neubrandenburg beim Meeting in Cuxhaven den ersten Platz. Diese Top Form konnte der Berufssoldat das letzte mal vor drei Jahren bei der Europameisterschaft im schwedischen Göteborg abrufen, wodurch er sich den Titel holte.
Rechtzeitig zur WM zeigt das harte Training von Ralf Bartels Wirkung. Nachdem der Leistungssportler ehrlich frustriert bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 nicht antreten konnte, da ihn eine Wadenverletzung plagte, ist er nun wieder zurück und das mit voller Kraft. ‘Eine Olympische Medaille fehlt mir noch und das möchte ich auch noch schaffen’, verriet Bartels im Gespräch mit dem Deutschen Leichtathletikverband (DLV).
Seine Leistung von Cuxhafen bringt Bartels im weltweiten Saisonvergleich auf Platz sechs und damit hat er in Berlin eine sehr gute Chance auf das Siegertreppchen zu kommen.
Im Sportzentrum von Neubrandenburg trainiert Ralf Bartels unter den kritischen Blicken von Gerald Bergmann, der den Europameister schon seid vielen Jahren unterstützt. Nachdem er bereits ab einem Alter von zwölf Jahren die Sportschule in Neubrandenburg besuchte, folgte recht bald das erste Edelmetall. 1995 wurde er Junioren-Europameister. weiterlesen »
Steffi Nerius, seit Jahren ist sie ein sicherer Garant für Medaillen im Speerwurf. Doch denkt die 36-jährige Rüganerin und amtierende Europameisterin nun ans Aufhören. Nach der Leichtathletik-WM in Berlin vom 15. bis zum 23. August will sie den Speer endgültig in die Ecke stellen, wenn möglich aber mit einer Medaille um den Hals.
International erfolgreich ist Steffi Nerius seit 1993. Bei der WM in Stuttgart belegte die Sportlerin aus Mecklenburg-Vorpommern Platz neun. Ursprünglich begann Steffi Nerius ihre Sportlerlaufbahn als Volleyballerin in der DDR in der Mannschaft von Dynamo Sassnitz und wurde mit ihrem Team sogar DDR-Schülermeisterin.
Unglücklicherweise erschien sie aber zu klein für eine Volleyball-Karriere und wurde zur Leichtathletik „weitergereicht“.
Das Speerwerfen wurde ihr schon von Hause aus mitgegeben. Ihre Mutter, selbst eine ehemalige Speerwerferin, brachte ihr den Umgang mit der olympischen Wurfwaffe bei.
Nach dem Ende der DDR wechselt sie von Rostock nach Leverkusen.
Während der 90er Jahre blieben jedoch wirklich große Erfolge für Steffi Nerius aus. Ein Unfall beim Sport und Formeinbrüche verbauten ihr den Weg an die Weltspitze.
Erst bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney gelang ihr der Durchbruch auf internationaler Ebene, als sie mit 64,84 m Vierte wurde und damit knapp an Edelmetall bei Olympia vorbei schlitterte. weiterlesen »
Betty Heidler, eine junge, sympathische und erfolgreiche Hammerwerferin. Drei Attribute, welche für die neue, deutsche Athletin stehen.
Die Hammerwerferin ist keine, die durch ihren Erfolg abgehoben ist. Daran änderte auch der Weltmeistertitel in Japan (Osaka) nichts welcher sie nun noch mehr zum deutschen Aushängeschild der Leichtathletik hat werden lassen.
Ihre Eltern und ihre Freunde helfen ihr dabei, nicht den Boden unter den Füssen zu verlieren, sagt die gebürtige Berlinerin.
Nun verpasste die Hammerwurf-Weltmeisterin Betty ihren Sieg am Samstag beim Winterwurf-Europacup in Los Realejos auf Teneriffa (Spanien) nur knapp.
So belegte die Frankfurterin nur den zweiten Rang mit immerhin 73,45 Metern. Die Olympia-Sechste Anita Wlodarczyk aus Polen schaffte es hingegen auf gewinnende 75,05 Meter. Ihre Vereinskollegin Kathrin Klass belegte mit einer Weite von 71,23 Meter den fünften Platz.
Nichtsdestotrotz, das Werfen liegt ihr trotzdem ohne Zweifel, denn ihren bisher größten Erfolg errang sie bei der Weltmeisterschaft 2007 in Ōsaka. Dort erlangte sie den Sieg mit einen Wurf mit einer Weite von 74,76 Meter, das machte sie zu Weltmeisterin und eine Ausnahme-Athletin.
Wünschen wir ihr auch weiterhin viel Erfolg auf sportlicher Ebene
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Der Zehnkämpfer André Niklaus errang bei den nationalen Titelkämpfen im Siebenkampf in der Hamburger Leichtathletik-Halle mit 5960 Punkten erstmals den deutschen Meistertitel vor Norman Müller aus Halle an der Saale (5884 Punkte) und dem Wattenscheider Nils Büker (5563).
„Das lief noch ganz locker, ich bin sehr zufrieden. Weil meine Erkältung abgeklungen ist, habe ich den Wettkampf doch beendet. Das war heute wichtiger als mein erster Hallentitel“, erklärte der 27-Jährige, der nach einer abklingenden Erkältung die abschließenden 1000 Meter gar nicht mehr laufen wollte.
Am nächsten Wochenende will der Olympia-Achte von Peking in Tallinn (Estland) seinen nächsten Siebenkampf bestreiten. Bei de anstehender Hallen-EM in Turin Anfang März zählt sich André Niklaus zum Favoritenkreis. „Bei der Hallen- Europameisterschaft in Turin ist eine Medaille mein Ziel. Das wäre dann ein guter Einstieg für die Weltmeisterschaften im August“, meinte der Berliner abschließend.
Diskuswurf-Vizeweltmeister Robert Harting hat wegen der Entlassung seines Trainers Werner Goldmann den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und den Präsidenten Clemens Prokokop hart kritisiert.
Robert Harting beurteilte das Verhalten des DLV bezüglich der Entlassung seines Trainers Werner Goldmann wegen Doping-Vorwürfen aus der DDR-Zeit als “eine Schande für alle Sportler”.
Deutschlands derzeitiger bester Diskuswerfer ist vor allem sauer auf die Kritik des DLV-Präsidenten Clemens Prokop an 20 Wurf-Athleten, die sich in einem offenen Brief für Goldmann ausgesprochen haben. Der Olympia-Vierte von Peking frage sich warum “uns Athleten jetzt ein Clemens Prokop so gegen die Karre fährt. Ich schäme mich dafür. Ich schäme mich für den Verband”, erklärte Harting.
Zum DLV sagte der Berliner, der Verband müsse “auch mal standhaft sein und so etwas aushalten. Aber da wird immer nur geprüft und gemacht und alle tun so, als hätten sie keine Ahnung. Ich fühle mich vom Verband verraten!”
Schadet der DLV sich nicht selber, wenn er den Trainer des besten deutschen Diskuswerfers entlässt, wenn man berücksichtigt, wie schlecht derzeit die Leistungen der DLV-Athleten sind?
Nachdem der des Dopings belastete DLV-Trainer Werner Goldmann entlassen wurde, haben sich jetzt mehrere Werfer, unter anderem Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch, für die Wiedereinstellung des ehemaligen DLV-Coachs stark gemacht.
„Die Gründe der Anschuldigungen sind 25 Jahre her. Mörder sind nach solchen Zeiten amnestiert, entlassen oder rehabilitiert, aber im Fall Goldmann gibt es keine Frist“, war in einem offenen Brief von 20 Athleten an das Bundesministerium des Inneren (BMI), den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) zu lesen.
Vor den Olympischen Spielen in Peking wurden Doping-Vorwürfe aus seiner DDR-Trainer-Vergangenheit laut. Goldmann hatte die Vorwürfe bestritten und die vom DOSB geforderte Ehrenerklärung unterzeichnet. Als Folge wurde der Vertrag des 58-Jährigen mit dem DLV zum 1. Januar gekündigt.
Zu den Werfern zählen unter anderem der ehemalige Diskus-Schützling Goldmanns Robert Harting, Franka Dietzsch, die Kugelstoßerinnen Petra Lammert und Nadine Kleinert, der Kugelstoßer Ralf Bartels und Peter Sack sowie Speerwerferin Christina Obergföll. „Wer aus der alten Riege wird der Nächste sein? Wird jedem ehemaligen Sportler ohne weiteres Glauben geschenkt, auch wenn es dafür keine Beweise gibt?“, stand in dem Schreiben weiter.
Hier sind Robert Harting und sein Coach Werner Goldmann noch vereint:
Tolles Comeback für Petra Lammert. Die Kugelstoßerin hat am Wochenende ihren ersten Wettkampf nach ihrer Verletzungspause wegen einer Ellenbogenverletzung gewonnen. Sie setzte sich knapp vor Nadine Kleinert durch.
Im vierten Versuch stieß Lammert die Kugel auf die Sieges-Weite von 18,57 Metern. Auf dem zweiten Platz landete Nadine Kleinert, die in ihrem besten Versuch auf 18,52 Meter kam. Doch viel wichtiger als der Sieg, dürfte für Lammert ihre körperliche Genesung sein.
Bein den Männern gewann Candy Bauer. Der für den LV Thum startende Bauer holte sich mit der Bestweite von 18,23 Metern klar den Sieg vor David Storl. Der 18-jährige Shootingstar kam auf 17,80 Meter. Vor dem Herren-Finale hatte Storl bereits seine Ausnahmestellung der A-Jugendlichen untermauert. Mit der 6-Kilo-Kugel verbesserte er seinen erst zwei Wochen alten Jugendrekord im Kugelstoßen mit 20,59 Metern um 13Zentimeter.
Wie gewonnen, so zerronnen! Die beiden weißrussischen Hammerwerfer Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon müssen ihre Silber- bzw. Bronze-Medaille wieder hergeben. Das Duo wurde wegen Dopings aus der Ergebnisliste gestrichen.
In ihren Doping-Proben wurden bei beiden Spuren des Sexualhormons Testosteron gefunden. Für die im Nachhinein gestrichenen Weißrussen rutschen zum einen der Ungar Krisztian Pars vom vierten auf den zweiten Platz, während Koji Murofushi nachträglich die Bronze-Medaille übertragen wird. Gold hatte sich der Slowene Primoz Kozmus gesichert. Markus Esser verbesserte sich dagegen auf den siebten Platz.
Vor allem für Dewjatowski wird der positive Dopingbefund von den Olympischen Spielen von Peking Konsequenzen haben. Der 31-Jährige ist Wiederholungstäter und muss wohl mit einer lebenslänglichen Sperre rechnen. Wie die Statuten des IOC vorsehen, darf er für immer aus Arenen verbannt werden. Tichon droht hingegen eine Zwei-Jahres-Sperre.
Bei den Sommerspielen wurden bislang 15 Dopingfälle ans Tageslicht gebracht. Dabei wurden sechs Pferde und neun Athleten überführt. In deren Folge wurde fünf Medaillen aberkannt.