Das leidige Thema Doping hält mal wieder Einzug in den Sport. Doch diesmal sind keine Athleten direkt beteiligt, sondern vielmehr Dieter Kollark.
Kollark ist der Trainer von Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch und Kugelstoßerin Petra Lammert und soll zu DDR-Zeiten Athleten mit Dopingmitteln versorgt haben. Dies könnte nun zu Folge haben, dass die deutschen Medaillenhoffnungen Dietzsch und Lammert ohne Trainer zu den Sommespielen 2008 nach Peking reisen müssen.
Vorfall wird geprüft
Der TV-Sender “NDR” soll bei Recherchen bei der Birthler-Behörde auf Kollark aufmerksam geworden sein. Nun will der Deutsche Olympische Sport-Bund (DOSB) den Verdacht prüfen. Von dem 63-jährigen Kollark, der zurzeit beim SC Neubrandenburg als Trainer tätig ist, wollte zu den Gerüchten keine Stellungnahme machen. “Wir werden den NDR bitten, die Unterlagen unseren unabhängigen Kommissionen für Stasi-Verwicklungen und Doping zur Verfügung zu stellen”, sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. Anschließend werden diese Gremien dem Präsidenten des DOSB eine Empfehlung aussprechen, ob Kollark nun für die olympischen Spiele nominiert werden könne oder nicht.
Kollark war für Stasi tätig
Zudem war Kollark zu DDR-Zeiten als Spitzel tätig. Von 1984 bis 1989 hat er unter dem Decknamen “Alexander” Informationen über Spitzenathleten an die Stasi weitergeleitet. Für die Aufklärung sorgte die einstige Sprinterin Katrin Krabbe, die Kollark enttarnt hat.
Kollark war für die Stasi aktiv
Kollark arbeitete zudem von 1984 bis zum Fall der Mauer unter dem Decknamen “Alexander” als Inoffizieller Mitarbeiter für die Staatssicherheit und gab Informationen über Spitzenathleten weiter. Hierfür wurde er 1994 von der ehemaligen Sprinterin Katrin Krabbe enttarnt worden.
Mit seinen gerade einmal 20 Jahren hat Michael Schrader auf dem Weg nach Olympia erst einmal eine Hausmarke hinterlassen. Bei einem Mehrkampf-Meeting in Filderstadt-Bernhausen schaffte Michael Schrader die vom Olympischen Komitee geforderte Olympianorm von 8050 Punkten locker.
Am Ende des Zehnkampfes hatte in Duisburg-Homberg geboren Leichtathlet 8194 Punkte auf seinem Konto und sicherte sich locker den Sieg, dabei lag seine bisherige Bestmarke bei lediglich 7947 Punkten aus dem vergangenen Jahr. Allein sechs persönliche Bestleistungen konnte Schrader dank neuer Trainingspläne bei dem Wettkampf in Filderstadt-Bernhausen erringen. Das gesamte Training wurde im Hinblick auf das große Ziel Peking neu organisiert und abgestimmt. Mit Weiten von 7,51 Meter im Weitsprung, 13,43 Meter im Kugelstoßen, 41,98 Meter im Diskus und 59,07 Meter im Speerwurf konnte einen Großteil der Punkte einheimsen. Die Arbeit mit seinem Laufcoach ermöglichte Zeiten 10,89 Sekunden auf 100 Meter, 48,03 Sekunden auf 400 Meter, 14,56 Sekunden bei den 110 Meter Hürden und 4:26.52 Minuten bei den 1.500 Metern.
Positiver Nebeneffekt dieser guten Leistung war der Eintritt in den legendären Klub der 8000er, eine Marke, die nur von Spitzensportlern durchbrochen wird. Auf diese Leistung kann Michael Schrader wirklich stolz sein.
Bitterer Rückschlag für Mark Frank. Der Speerwerfer muss verletzungsbedingt seine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Peking absagen.
“Die Schmerzen sind im Wurfarm sind zu groß. Es läuft alles auf eine weitere Operation hinaus”, sagte der 30-Jährige und bestätigte damit einen Bericht der “Norddeutschen Neuesten Nachrichten”. Erneut ist der Europacupsieger und WM-Achte von 2005 damit nicht an der Konkurrenz oder an einer Norm gescheitert, sondern wurde von einer Verletzung aus der Bahn geworfen.
Keine Gedanke ans Aufhören
Es ist bereits die dritte Saison in Folge, die der Rostocker körperlich angeschlagen vorzeitig abbricht. Manch anderer hätte längst das Handtuch geschmissen, die Karriere beendet, doch für den Sportsoldaten ist das keine Option, obwohl das letzte Erfolgserlebnis mit dem Sieg bei der Europacup-Qualifikation in Schönebeck fast ein Jahr zurückliegt. “Gedanken ans Aufhören gibt es immer mal wieder in schwierigen Phasen, aber im Moment berührt mich das wenig. Ich bin nicht der Typ, der den Kopf in den Sand steckt, ich gucke nach vorn.”
Und das nächste Ziel hat Frank schon fest im Visier. Bei den Weltmeisterschaften in Berlin im Jahr 2009 will er noch einmal voll angreifen.
Sabrina Mockenhaupt hat Nerven bewiesen und das Ticket für Olympia fest in den Händen. Sie hatte die einmalige Chance sich auf dem Campus der Universität Stanford (USA) für die 10.000 Meter zu qualifizieren. Die geforderte Norm von 31:40:00 Minuten knackte sie dabei spielend und kam nach 31:27,05 Minuten ins Ziel. Weniger erfreulich lief es für Jan Fitschen, der einen neuen Versuch unternehmen muss.
Mit dem Ausgang des Rennens hatte Mockenhaupt aber wenig am Hut. Denn die US-Amerikanerin Shalane Flanagan siegte in 30:34,49 Minuten knapp vor Kim Smit aus Neuseeland (30:35,54 min) und pulverisierte zugleich den bisherigen Rekord für Nord- und Mittelamerika. Den hatte bis dato ihre Landsmännin Deena Kastor mit 30:52,32 Minuten inne. Bislang konnte die 26-jährige Flanagan primär über die Kurzstrecken überzeugen. So hält sie mit 14:44,80 Minuten über 5.000 Meter bereits den Nord- und Mittelamerika-Rekord.
Fitschen trotz Bestzeit keine Olympia-Norm
Dagegen lief es bei Fitschen nicht so rund. Der Wattenscheider muss über die 10.000 Meter einen erneuten Versuch unternehmen, um die Norm von 27:50,00 Minuten zu knacken. Und das, obwohl mit 28:02,55 Minuten seine alte Bestzeit um gut acht Sekunden unterbot – doch von der Olympia-Norm ist Fitschen noch weit entfernt.
“Es ging nichts mehr”
“Die Form hat heute einfach nicht so gepasst. Vom Training her war ich ja perfekt vorbereitet, ich habe in den letzten Monaten 100 Prozent gegeben. Mehr geht eigentlich nicht. Die ersten fünf Kilometer konnte ich auch super mitschwimmen. Aber auf meinen letzten beiden Kilometern kam nichts mehr, so dass am Ende zwölf Sekunden gefehlt haben”, analysierte er leicht angefressen. Drücken wir die Daumen, dass es beim nächsten Versuch besser klappt.
Für den deutschen Leichtathletik-Verband kommt es scheinbar immer schlimmer. Diverse Verletzungen im Vorfeld der Olympischen Spiele machen den deutschen Athleten erheblich zu schaffen und eine optimale Vorbereitung fast unmöglich.
Nun hat es auch die deutsche Hürden-Sprinterin Ulrike Urbansky erwischt. Eine Achillessehnenoperation ist unumgänglich geworden, weshalb eine Olympiateilnahme für die 31jährige in weite Ferne gerückt ist. Die 400 Meter-Spezialisten beschrieb ihre Probleme gegenüber von europsort.de wie folgt: „Ich hatte in den vergangenen Jahren immer wieder meine Probleme mit der Achillessehne. Ich wollte mich aber mit Tabletten bis zu den Olympischen Spielen in Peking retten.“
Das solche schweren Operationen immer wieder mit einem vorzeitigen Karriereende verbunden sein können, schiebt Urbansky noch beiseite: „Ich wollte immer nach der Weltmeisterschaft 2009 im eigenen Land in Berlin aufhören. Und ich bin sicher, dass ich auch diesmal zurückkommen werde.”
Das Großevent im kommenden Jahr sollte den versöhnlichen Abschied für eine Karriere bedeuten, der immer wieder ein Hauch zur Krönung fehlte. Die Deutsche Meisterin von 2000 scheiterte bei den Olympischen Spielen 2004 nur knapp im Halbfinale, weshalb in diesem Jahr der Erfolg in Peking folgen sollte.
Hoffentlich gelingt der sympathischen Sprinterin aus Erfurt noch einmal die Rückkehr – wünschenswert wäre es allemal.
Die Farbe soll Programm sein für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Mit den neuen Oufits in goldener Farbe möchte der Deutsche Leichtathletik Verband schon optisch ein Zeichen setzen und die neue Kleidung kommt bei den Athleten gut an.
Lars Unger, unser Vorzeigesprinter äußerste gegenüber eurosport: „Die Klamotten gefallen mir sehr. Wenn man in den Spiegel schaut, erkennt man sofort die Farben der Nationalfahne. Da kann es nur gut werden.“ Also keine schlechten Voraussetzungen für einen Medaillensegen bei den Olympischen Spielen. Generell scheinen die deutschen Leichtathleten auf dem Weg der Besserung zu sein, wenn man bedenkt, dass man in den letzten lediglich nur noch in ausgewählten Bereichen in der Weltklasse ein Wort mitreden konnte. In Hinsicht auf die Weltmeisterschaften 2009 in Berlin wären Erfolge bei Olympia fast existenziell.
Zumindest kann sich das deutsche Team über den nachträglichen Titel beim Leichtathletik-Europacup 2007 freuen, weil der französische Hammerwerfer Nicolas Figere bei einer Dopingprobe positiv getestet und seine Ergebnisse annulliert wurden.
Wie leichtathletik.de berichtet, sind bereits über 100.000 Tickets für die Leichtathletik-WM in Berlin im nächsten Jahr verkauft worden.
Das bedeutet, dass sich in Deutschland gesteigertes Interesse am Sport selbst verzeichnen lässt, sicherlich auch durch das große Medienecho der olympischen Spiele in China. Auch wenn die Schlagzeilen bezüglich Olympia ziemlich negativ sind, Promo für die Leichtathletik ist Peking insofern trotzdem, als der Sport wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen gerufen wird.
Wenn dieses sportliche Großereignis dann noch einigermaßen glatt über die Bühne geht, sollte einer gelungenen WM 2009 in Berlin eigentlich nichts mehr im Weg stehen. Reinhard von Richthofen-Straatmann, der Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes (BLV), beschwerte sich zwar im Zuge der Vorbereitungen über die Zustände in der Hauptstadt, aber ich glaube fest an die Qualitäten von Berlin als Austragungsort.
Die Stadt bietet ein unnachahmliches Flair, und durch die Fußball-WM sollten noch genügend Trainings- und Unterkunftsmöglichkeiten für ausländische Athleten vorhanden sein.
Wer sich noch ein Ticket sichern möchte, der kann das im Netz unter www.berlin2009.org tun. Die Ticket-Hotline ist 01805 1 2009 1. Außerdem gibt es die Tickets natürlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Irina Mikitenko hat als zweite Deutsche überhaupt den Sieg im London-Marathon davongetragen.
Mit der deutschen Rekordzeit von 2:24:14 Stunden ist Mikitenko vom Geheimtipp zum offiziellen Kandidaten für eine Medaille bei den olympischen Spielen geworden. Die 35-jährige Läuferin aus Wuppertal hatte sich für ihren großen Auftritt in London in einem vierwöchigen Trainingslager in Kirgisien gestählt.
Jetzt hofft sie auf den großen Durchbruch bei Olympia 2008 in Peking. Meiner Meinung nach durchaus zu Recht: Bei so einer Leistung ist alles möglich, die größte Konkurrentin für eine olympische Medaille dürfte die in London verletzte Rekordhalterin Paula Radcliffe sein.
Wir drücken unserer Irina natürlich alle Daumen, möge ihr der Langlauf-Gott gewogen sein!
Fabian Hambüchen ist gerüstet. Eine Woche vor dem großen Duell zwischen dem Reck-Weltmeister gegen den Olympiasieger Paul Hamm beim Weltcup in Cottbus hat sich der deutsche “Turnfloh” in guter Verfassung präsentiert.
Zwar plagte sich der 19-jährige Hambüchen zuletzt mit einem grippalen Infekt herum, doch konnte er beim “National Team Cup” im bayerischen Butterwiesen bei Augsburg überzeugen und den 1.200 Zuschauern eine ordentliche Leistung bieten. “Ich bin sehr zufrieden und überglücklich, dass ich alle Übungen durchgeturnt habe, wenngleich nicht ganz fehlerfrei, aber immerhin ohne größere Patzer”, sagte ein zufriedener Hambüchen nach dem Wettkampf. Somit dürfte eine gelungene Aufwärmübung für Olympia sein.
Probleme am Reck
An seinem Paradegerät Reck musste er allerdings improvisieren. Den angepeilten Ausgangswert von 7,3 Punkten schaffte er dort nicht und musste mitten in der Übung umstellen, was Hambüchen am Ende zwei Zehntel Punkte kostete. Auch in der aufgestockten Barrenübung lief nicht alles rund, doch Hambüchens Kampfgeist forderte den Respekt von Chef-Trainer Andreas Hirsch. “Ich ziehe meinen Hut vor seiner Leistung. Das war eine ganz, ganz schwere Übung”, sagte der Berliner.
Den Sieg in der Einzelwertung war Hambüchen mit 90,2 Punkten nicht zu nehmen. Zweiter wurde der Cottbuser Robert Juckel (86,35) vor Eugen Spiridonov aus Bous mit 86,10 Punkten.
Die Mannschaftswertung gewann die deutsche Nationalmannschaft (263,15) vor dem SC Cottbus (250,05) und dem Team der Deutschen Turnliga (242,40).
Hier nochmal Hambüchens WM-Titel-Kür am Reck in Stuttgart:
Bereits zum sechsten Mal sicherte sich der Äthiopier Kenenisa Bekele den Titel bei den Cross-Weltmeisterschaften im schottischen Edinburgh. Damit etabliert sich der 25jährige in die Reihe der Topathleten wie Karolina Klüft oder Paul Tergat, die über Jahre hinweg ihre Sportart dominierten.
Ähnlich wie im Vorjahr, wo Bekele 800 Meter vor dem Ziel aufgeben und den Sieg Zersenay Tadese überlassen musste, stand das Rennen unter keinen guten Vorzeichen. In der zweiten Runde des zwölf Kilometer langen Parcours verlor der Langstreckenspezialist seinen Schuh und musste ihn erst wieder anziehen, verlor aber dadurch wertvolle Zeit. Jedoch ließ er sich davon nicht aus der Ruhe bringen und überquerte in der Zeit von 34:38 Minuten als Erster die Ziellinie. Bereits zwischen 2002 und 2006 hatte sich Bekele fünf Mal in Folge den Titel des Weltmeisters gesichert. Der Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekordler möchte nun in Peking seine Karriere mit dem Sieg über die 10.000 Meter krönen.
Bei den Frauen gewann Tirunesh Dibaba. Auch sie holte sich bereits zum dritten Mal den Titel bei den Cross-Weltmeisterschaften, allerdings war ihre große Konkurrentin und Vorjahressiegerin Lornah Kiplagat nicht am Start. Die einzige deutsche Starterin Susanne Hahn landete mit einem Rückstand von 1:59 Minuten auf Platz 33.
Für ihren Sieg kassierten beide Sportler eine Summe von 30.000 Euro.