Friedek reichte Klage gegen den DOSB ein und besteht auf 120.000 Euro Schadenersatz. Der frühere Dreisprung-Weltmeister Charles Friedek verklagt den DOSB wegen Nicht-Nominierung für Olympia.
Friedek ist der erste Athlet, der den Deutschen Olympischen Sportbund aufgrund einer Nicht-Nominierung für Olympia verklagt. Er fordert in dem, heute in Frankfurt/Main beginnenden, Prozess einen Schadenersatz in Höhe von 120.000 Euro, welcher die Sponsorengelder ausgleichen soll, die Friedek aufgrund der Teilnahme-Verwehrung für die Sommerspiele in Peking 2008 verloren gegangen seien. Vertreten wird der Athlet vom Anwalt und Sportrechtler Michael Lehner, der schon häufiger prominente Sportler, vor allem in Fällen von Doping, vor Gericht vertrat.
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Lebenslängliche Sperren für Dopingsünder forderten die ehemaligen britischen Weltmeister Colin Jackson und Daley Thompson während einer Anti-Doping-Konferenz in London und heizten damit die Diskussion über den Umgang mit Sanktionen im Leistungssport an.
Jackson und Thompson vertreten damit die Meinung vieler Hardliner, denen zeitlich begrenzte Sperren der Sportler nicht weit genug gehen. Nur ein endgültiges Verbot an der Teilnahme von Wettkämpfen ist ihrer Meinung nach eine gerechte Bestrafung für Betrüger und ein wirksames Mittel im Kampf gegen Doping. Dass nun am Donnerstag die sogenannte Osaka-Regel durch den Internationalen Sport-Gerichtshof CAS gekippt wurde, dürfte die Sportler erneut auf die Barrikaden bringen.
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Claudia Pechstein ist die erfolgreichste deutsche Eiskunstläuferin aller Zeiten. Die mehrfache Olympiasiegerin kann auf eine grandiose sportliche Karriere zurück blicken. Doch die Dopingvorwürfe in den letzten Jahren haben ihr deutlich zugesetzt, so dass sie sogar mit Selbstmordgedanken spielte.
Claudia Pechstein ist im deutschen Profi-Sport deutlich an der Spitze gewesen. Sie holte bei Olympia 5 Mal Gold, 2 Mal Silber und Bronze. Auch bei den Europa- und Weltmeisterschaften der letzten 18 Jahre war die ehrgeizige Sportlerin immer vorne mit dabei.
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Die Power Balance Armbänder – Jogi Löw, Rubens Barrichello, David Beckham und Leonardo DiCaprio tragen sie schon. Aber können sie wirklich den Energiehaushalt im Körper optimieren und für mehr Leistung in Sport, Arbeit und Alltag sorgen?
Wenn es um Trends geht, sind es meist die Stars und Sternchen, die den richtigen Riecher haben und zu den Vorreitern gehören. So ähnlich ist das auch bei den Power Balance Armbändern zu beobachten. Viele tragen sie schon und alle wollen sie haben: Fußballer, Rennfahrer, Schauspieler, Musiker… Alles was Rang und Namen hat, scheint sich den Hologramm besetzten Armbändern hinzugeben und sie überall und jederzeit zu tragen.
Im Mittelalter hätte man Menschen für solche Zaubereien auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Heute glaubt man dem Spuk um die Optimierung des Energiehaushaltes durch einen kleinen Silikonring. Doch was ist wirklich dran an der Wirkung der Wunder-Armbänder? Alles Humbuk oder tatsächlich erfolgsversprechend? Stehen die Power Balance Armbänder bald auf der Doping Liste?
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Dopingsünder Dwain Chambers hat eine Autobiographie basierend auf seinem Tagebuch seit 2004 verfasst. Natürlich spielt auch der Dopingskandal um den Briten dabei eine Rolle.
Dwain Chambers einstiger Sprintstar war 2004 wegen der Einnahme von Dopingmitteln zu einer zweijährigen Sperre verurteilt worden. 2006 wurde er dann erst wieder enthusiastisch von den Britischen Verantwortlichen im Sprinterteam willkommen geheißen, ein Jahr später sah alles ganz anders aus und man ließ ihn 2008 in Peking nicht starten.
Schon seit Jahren schwankt das Verhalten gegenüber Chambers zwischen Rehabilitierung und Diskreditierung, zumindest wurden bei ihm die Strafen härter ausgelegt als bei vielen anderen bekannten britischen Dopingsündern.
Mittlerweile darf Chambers für Großbritannien starten, wie demnächst bei der Hallen-EM in Turin über 60m im Sprint.
Ist die Autobiographie ein Racheakt?
Der Daily Telegraph meldete, dass das Buch “einige Handgranaten” werfe, besonders in Richtung der Befürworter lebenslanger Sperren bei Dopingfällen. Auch andere Aktivisten in Sachen Doping kämen nicht besonders positiv weg, er will aber keine Namen nennen.
Ein anderer Beweggrund für Chambers könnten seine immensen Schulden sein, das wurde natürlich gleich dementiert. Das Buch mit dem beudeutungsschwangeren Titel “Race against me”soll am 09.März veröffentlicht werden.
Ist es ein Zufall, dass das Veröffentlichungsdatum nur einen Tag nach Chambers Auftritt in Turin bei der Hallen-EM stattfinden wird? Wohl eher nicht, bestimmt wird es aber dafür sorgen, dass der Fall Chambers auch weiterhin kontrovers diskutiert wird.
Dopingsünder oder nicht, eine einheitliche Regelung bei Starts wäre nur gerecht. Wenn Dwain Chambers dies in seiner Biographie fordert wäre es nur gerecht.
Wie gewonnen, so zerronnen! Die beiden weißrussischen Hammerwerfer Wadim Dewjatowski und Iwan Tichon müssen ihre Silber- bzw. Bronze-Medaille wieder hergeben. Das Duo wurde wegen Dopings aus der Ergebnisliste gestrichen.
In ihren Doping-Proben wurden bei beiden Spuren des Sexualhormons Testosteron gefunden. Für die im Nachhinein gestrichenen Weißrussen rutschen zum einen der Ungar Krisztian Pars vom vierten auf den zweiten Platz, während Koji Murofushi nachträglich die Bronze-Medaille übertragen wird. Gold hatte sich der Slowene Primoz Kozmus gesichert. Markus Esser verbesserte sich dagegen auf den siebten Platz.
Vor allem für Dewjatowski wird der positive Dopingbefund von den Olympischen Spielen von Peking Konsequenzen haben. Der 31-Jährige ist Wiederholungstäter und muss wohl mit einer lebenslänglichen Sperre rechnen. Wie die Statuten des IOC vorsehen, darf er für immer aus Arenen verbannt werden. Tichon droht hingegen eine Zwei-Jahres-Sperre.
Bei den Sommerspielen wurden bislang 15 Dopingfälle ans Tageslicht gebracht. Dabei wurden sechs Pferde und neun Athleten überführt. In deren Folge wurde fünf Medaillen aberkannt.
Fani Halkia ist wegen Anabolika-Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Bereits vor den Olympischen Spielen in Peking konnte bei der griechischen 400-Meter-Hürdenläuferin das anabole Steroid Methyltrienolon nachgewiesen werden, was einen Ausschluss der Spiele zur Folge hatte.
Immer wieder hatte Halkia ihre Unschuld beteuert. Bei einer gerichtlichen Anhörung erklärte sie, dass die positiven Befunde auf die Einnahme eines Diätmittels zurückzuführen sind. Doch der Olympiasiegerin 2004 von Athen droht weiters Ungemach.
Gegen die Hürdenläuferin sowie ihrem Trainer Giorgos Panagiotopoulos, 200-Meter-Sprinter Anastasios Gousis und Dimitris Regas laufen derzeit noch juristische Verfahren. Kommt es zu einer Verurteilung droht den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren.
Doch Halkia war nicht die einzige, die im Vorfeld der Olympiade in Peking des Dopings überführt wurde. Insgesamt 15 griechische Athleten wurden auf das anabole Steroid Methyltrienolon positiv getestet.
Der ehemalige Weltrekordler im Sprint, Tim Montgomery, hat in einem Fernsehinterview des Fernsehsenders HBO Doping im Jahre 2000 zugegeben. Der US-Amerikaner erklärte, vor den Olympischen Spielen in Sydney Dopingpraktiken vorgenommen zu haben.
Tim Montgomery meinte in dem Gespräch, welches am 25. November in den USA gesendet wird: „Ich habe eine Goldmedaille, die ich nicht mit meinen eigenen Fähigkeiten errungen hab.“ Der 33-Jährige hat bei den Spielen der Jahrtausendwende mit der 4 x 100-Meter-Staffel für sein Land olympisches Gold errungen.
Der ehemalige Sprintstar wurde in seiner Leichtathlet-Laufbahn nie des Dopings überführt. Trotzdem sperrte ihn der Internationale Sportgerichtshof (CAS) im Jahre 2005 für zwei Jahre wegen Verstrickungen in den Balco-Doping-Skandal.
Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat acht weiteren Athleten aus Russland eine zweijährige Doping-Sperre auferlegt. Darunter sind auch Weltrekordler über 20km Gehen, Wladimir Kanajkin und Vizeweltmeister Alexej Wojewodin über 50km Gehen.
Geher Sergej Morosow, der auch eine Sperre erhielt, und Wladimir Kanajkin sorgten in Saransk über 20 Kilometer mit einer Zeit unter 1:17 Stunden für eine beachtliche Leistung. Der 20-jährige Morosow kam mit 1:16:43 Stunden ins Ziel und knackte damit den Weltrekord von Kanajkin. Morosow ist am 20. Juli überführt und Kanajkin sowie Wojewodin sind schon im April positiv getestet worden.
Die IAAF sperrte auch weitere Geher, wie Igor Jerokin, Wiktor Burajew und Anatoli Kukuschkin. Dazu gesellen sich Hindernisläufer Roman Usow und Langstreckenläuferin Julia Smirnowa. Erwischt wurden die Sünder bei Trainings- und Wettkampfkontrollen.
Im Oktober bekamen schon sieben russische Weltklasse-Leichtathletinnen von ihrem Verband eine zweijährige Sperre auferlegt. Kurz vor den Olympischen Spielen in Peking nahm die IAAF die Sportlerinnen wegen des Verdachts der Manipulation von Urin-Proben aus dem Wettkampf-Verkehr.
Beim letzten Sonntag ausgetragenen New York-Marathon sind zwei Teilnehmer ums Leben gekommen. Der italienische Marathonläufer Alberico Di Cecco wurde positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet.
Ein brasilianischer Läufer im Alter von 58 Jahren kollabierte nach dem Überqueren der Ziellinie beim bedeutendsten Marathon der Welt. Im Lennox Hill Hospital verstarb der Teilnehmer später. Ein 66 Jahre alter Läufer, der den Marathon gehend absolviert hatte, starb einige Stunden nach dem New York-Marathon an einem Herzinfarkt.
„Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn Läufer nach einem solchen Event nicht wieder nach Hause kommen“, meinte Renn-Direktorin Mary Wittenberg betroffen. Die beiden Todesfälle sind die ersten seit 1994 gewesen. Laut der Manhattaner Feuerwehr mussten zudem während des Rennens mindestens zwei weitere Läufer, die Herzattacken erlitten, ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Bei dem Marathonläufer Alberico Di Cecco aus Italien konnte man das Blutdopingmittel EPO nachweisen. Laut dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) Italiens wurde der 34-Jährige bei den Landesmeisterschaften am 12. Oktober in Carpi positiv getestet. Nun wartet auf den Neunten bei Olympischen Spielen 2004 in Athen eine zweijährige Wettkampfsperre.