Der chinesische Hürden-Sprint-Star Liu Xiang hat sich einen Tag nach seinem Verletzungs-Aus bei den olympischen Leichtathletik-Wettkämpfen in Peking bei seinen Fans und dem chinesischen Volk entschuldigt.
„So viele Menschen fühlen sich betroffen und haben mich unterstützt. Es tut mir sehr leid. Aber ich konnte wirklich nichts tun“, erklärte der Volksheld in einem Interview mit dem chinesischen Staatsfernsehen. Der Weltmeister von Osaka und Olympiasieger von Athen musste kurz vor dem Vorlauf-Start wegen einer Achillessehnenverletzung den Wettkampf abbrechen. 91 000 Zuschauer sowie Millionen an den Fernsehschirmen waren geschockt.
„Ich kann nicht beschreiben, was ich in diesem Moment gefühlt habe“, sagte der Ex-Weltrekordler weiter. „Ich habe mich beim Aufwärmen schon nicht gut gefühlt“, resümierte der 25- Jährige. „Ich hatte sogar beim Joggen Schmerzen. Ich wollte durchhalten, aber es war unerträglich.“
Noch vor zwei Wochen soll der Sportler aus Shanghai im Training noch eine super Zeit gelaufen sein. Doch letzten Samstag ist die alte Verletzung wieder aufgebrochen. „Ich hätte riskiert, dass meine Sehne reißt“, sagte Liu Xiang, der die Entzündung nun aller Ruhe auskurieren will.
Hürden-Sprint-Star Liu Xiang kann nicht das so ersehnte Gold für sein Land erzielen. Der Weltmeister und Olympiasieger von Athen 2004 musste schon vor dem Vorlauf über 110 Meter Hürden wegen einer Achillessehnenentzündung verletzt aufgegeben. weiterlesen »
Mit Hammerwerfer Markus Esser, Hürdensprinterin Carolin Nytra und 3.000 Meter Läuferin Sabrina Mockenhaupt feierten gleich drei Athleten beim Bayer Meeting in Leverkusen deutsche Jahresbestleistungen. weiterlesen »
Kirstin Bolm wird in dieser Saison kein Rennen mehr absolvieren. Die Hürdenläuferin sagte aufgrund anhaltender Beschwerden in der rechten Achillessehne die Olympia-Saison vorzeitig ab. Somit wird sie auch nicht bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg an den Start gehen.
Die Vize-Europameisterin scheint ein Dauer-Abo auf das Verletzungspech zu haben. Immer wieder wurde sie von Verletzungen heimgesucht, doch sie ließ sich nicht aus der Bahn werfen und kam immer wieder zurück. Ob es diesmal wieder so ist, darf bezweifelt werden. weiterlesen »
Kirsten Bolm kann sich über einen teilweise geglückten Saisoneinstand freuen. Beim Leichtathletik-Meeting in Prag lief die Hürdensprinterin 13,07 Sekunden und belegte den dritten Rang.
Die Leistung ist durchaus solide, bedenkt man, dass Bolm in Prag ihr erstes Wettkampf-Rennen seit einem Jahr absolvierte. Wegen gesundheitlicher Probleme musste die 33-Jährige nahezu ein Jahr aussetzen.
Liu Xiang muss sich warm anziehen. Knapp zwei Monate vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Peking ist der chinesische Superstar seinen Weltrekord über die 110 Meter Hürden los.
Beim Leichtathletik-Meeting im tschechischen Ostrava unterbot der Kubaner Dayron Robles die Bestzeit von Xiang um eine Hundertstel. Im Ziel blieb die Uhr des 21-Jährigen bei 12,87 Sekunden stehen. Zweiter wurde der US-Boy Terrence Trammell, der jedoch mit 34 Hundertstel deutlich hinter Robles blieb.
Ihr bleibt das Verletzungspech weiter treu. Die Rede ist von Deutschlands bester Hürdensprinterin Kirsten Bolm. Aufgrund einer Schleimbeutelentzündung an der Achillessehne muss die 33-Jährige ihren für Freitag geplanten Saisoneinstand nach hinten verschieben.
“Die Probleme haben sich in den letzten Wochen schleichend ergeben. Aber eine Untersuchung hat zumindest gezeigt, dass die Achillessehen selbst nicht betroffen ist”, übt sich ihr Trainer Rüdiger Harksen in Optimismus.
Kerstin Bolm wird Vize-Europameisterin:
Verletzungsgeplagte Bolm
Doch Fakt ist, dass Bolm immer wieder von Verletzungen heimgesucht und zurückgeworfen wird. Über Jahre hinweg musste die Vize-Europameisterin Zwangspausen wegen ihrer Rücken- und Achillessehnenprobleme einlegen. Man möge sich nur an die Olympische Spiele 2004 in Athen erinnern. Bolm stand im Halbfinale über die 100-m-Hürden, zog sich aber während des Sprints einen Muskelriss zu. Der Traum vom Endlauf war geplatzt und ihre lange Verletztenliste um ein bitteres Kapitel reicher.
Saisonstart in Prag
Dennoch kann man vor ihr nur den Hut, wie sie immer wieder zurückkommt und sich nicht von den Blessuren aus der Bahn werfen lässt. Drücken wir ihr die Daumen, dass Bolm die bevorstehenden Freiluftsaison verletzungsfrei übersteht. Und wenn die sympathische Blondine schon nicht am Meeting in Kassel teilnehmen kann, so möge es am 16. Juni in Prag klappen. Denn dort will sie ihren ersten Freiluftstart in diesem Jahr geben.
Für den deutschen Leichtathletik-Verband kommt es scheinbar immer schlimmer. Diverse Verletzungen im Vorfeld der Olympischen Spiele machen den deutschen Athleten erheblich zu schaffen und eine optimale Vorbereitung fast unmöglich.
Nun hat es auch die deutsche Hürden-Sprinterin Ulrike Urbansky erwischt. Eine Achillessehnenoperation ist unumgänglich geworden, weshalb eine Olympiateilnahme für die 31jährige in weite Ferne gerückt ist. Die 400 Meter-Spezialisten beschrieb ihre Probleme gegenüber von europsort.de wie folgt: „Ich hatte in den vergangenen Jahren immer wieder meine Probleme mit der Achillessehne. Ich wollte mich aber mit Tabletten bis zu den Olympischen Spielen in Peking retten.“
Das solche schweren Operationen immer wieder mit einem vorzeitigen Karriereende verbunden sein können, schiebt Urbansky noch beiseite: „Ich wollte immer nach der Weltmeisterschaft 2009 im eigenen Land in Berlin aufhören. Und ich bin sicher, dass ich auch diesmal zurückkommen werde.”
Das Großevent im kommenden Jahr sollte den versöhnlichen Abschied für eine Karriere bedeuten, der immer wieder ein Hauch zur Krönung fehlte. Die Deutsche Meisterin von 2000 scheiterte bei den Olympischen Spielen 2004 nur knapp im Halbfinale, weshalb in diesem Jahr der Erfolg in Peking folgen sollte.
Hoffentlich gelingt der sympathischen Sprinterin aus Erfurt noch einmal die Rückkehr – wünschenswert wäre es allemal.
Vor einer Woche beim Meeting in Stuttgart war sie noch knapp an der alten Bestmarke über 60 Meter Hürden gescheitert, doch nun beim Meeting in Karlsruhe siegte Susanna Kallur mit 7,68 Sekunden und stellte einen neuen Weltrekord auf.Die schwedische Ausnahmesprinterin knackte damit den Uralt-Rekord von Ludmilla Naroschilenko aus dem Jahr 1990.
Die 26jährige Europameisterin aus Schweden verbesserte die alte Bestemarke 0,03 Sekunden und gilt nun auch als eine der größten Hoffnungen Schwedens auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen in diesem Sommer.
Susanna Elisabeth Kallur wurde in Huntington in den USA geboren, ist aber eine schwedische Leichtathletin. Ihr Vater, Anders Kallur, spielte zu dieser Zeit als Eishockeyspieler bei den New Islanders. Ihr größter Erfolg bisher war der Sieg bei den Europameisterschaften 2006 im heimatlichen Göteborg, wo sie sich über 100 Meter Hürden den Titel sichern konnte. In 12,59 Sekunden begeisterte sie das heimische Publikum mit einem fantastischen Lauf. Bei den
Halleneuropameisterschaften in Madrid 2005 und Birmingham 2007 gewann sie zudem Gold über die 60 Meter Hürden. Etwas enttäuscht war Kallur bei den Weltmeisterschaften im japanischen Osaka, wo sie nur den bitteren vierten Platz belegte, obwohl sie nur 0,05 Sekunden hinter der Siegerin Michel Perry landete.
Das große Ziel in diesem Jahr sind natürlich die Olympischen Spiele in Peking, wo sie gern eine Medaille gewinnen würde. Dafür trainiert die 1,70 Meter große Athletin im heimatlich Falun mit großem Aufwand und Fleiß.