Oscar Pistorius hat Wort gehalten und bei den Paralympischen Spielen in Peking bei drei Starts drei Goldmedaillen abgeräumt. Nachdem der Stelzen-Sprinter aus Südafrikaner über 100 Meter gewann, folgten weitere Erfolge über 200 Meter und seinen geliebten 400 Meter. Auch den angestrebten Weltrekord konnte der “Blade-Runner” dabei realisieren.
Über seine Paradestrecke, den 400 Metern, gewann Pistorius souverän in 47,49 Sekunden und verbesserte damit seinen eigene Bestmarke. Die Dominanz des 21-Jährigen im Behindertensport machte sich im Ziel bemerkbar. Denn den zweitplazierten US-Amerikaner Jim Bob Bizzell (50,98 Sekunden) distanzierte er um mehr als dreieinhalb Sekunden. Rang drei ging an den Briten Ian Jones (51,69 Sekunden).
Mit exakt der gleichen Reihenfolge endete auch der 200-Meter-Lauf, für den Pistorius 21,67 Sekunden benötigt hatte.
Der oberschenkelamputierte Wojtek Czyz sprang bei den Paralympics in Peking zu Gold im Weitsprung. Erst vor sechs Wochen zog sich der Kaiserslauterer einen Mittelfußbruch zu. Gestern erzielte er mit einem 6,50-Meter-Satz Weltrekord.
“Ich hatte dieses Jahr nur zwei Wettkämpfe, nachdem ich zwei Operationen am Stumpf und am Kiefer hatte”, sagte der Sieger, der Anfang des Jahres auch noch mit Pfeiffer’schem Drüsenfieber zukämpfen hatte. Kurz vor Peking wurde auch noch sein Vater schwerkrank. “Ihm widme ich nun dieses Gold”, verkündete der dreifache Paralympics-Sieger von Athen.
Czyz zeigte in Peking “den Wettkampf seines Lebens”. Gleich im ersten Versuch gelang ihm der Weltrekordsprung von 6,50 Meter. “Ich musste volles Risiko gehen und alles in diesen ersten Versuch packen. Ich wusste ja nicht, wie lange der Fuß hält. Zudem hat mich die Stimmung im Vogelnest quasi beflügelt”, meinte der 28- Jährige, der gleich nach der Siegerehrung mit seinem Vater telefonierte. “Zusammen werden wir auch diesen Schicksalsschlag meistern, das Gold wird auch ihn ermutigen”, erklärte Czyz .
Die deutschen Leichtathleten haben bei den Paralympischen Spielen in Peking am Freitag zweimal Edelmetall abgeräumt. Während Fünfkämpfer Thomas Ulbricht die Silbemedaille gewann, überraschte die 17-jährige Maria Seifert über 100 Meter.
Im Finale lief Seifert mit 14,28 Sekunden die drittschnellste Zeit und konnte sich am Ende über die Bronzemedaille freuen. Gold sicherte sich die Australierin Lisa McIntosh in 14,14 Sekunden vor Viktoria Kraychenko, die 14,21 Sekunden lief.
Ulbricht hatte seinerseits den Fünfkampf mit 3.178 Punkten beendet und reihte sich hinter Hilton Langenhoven auf den zweiten Platz ein. Der Südafrikaner wurde mit überzeugenden 3.403 Punkten klarer Goldmedaillen-Gewinner. Bronze holte sich der Tunesier Mahmoud Khaldi, der mit 3.149 Zählern nur knapp hinter Ulbricht landete. Der zweite deutsche Teilnehmer, Jörg Trippen-Hilgers, landete auf Platz zehn.
Oscar Pistorius hat bei den Paralympischen Spielen in Peking die erste von drei angestrebten Goldmedaillen eingefahren. Der Sprintstar der Behindertenszene, dem beide Unterschenkel amputiert wurden, wurde über die 100 Meter in 10,91 Sekunden ganz knapp Erster. Dabei verfehlte der Südafrikaner seinen eigenen Weltrekord um 26 Hundertstel Sekunden.
“Den Start habe ich total verschlafen, doch es reichte ja noch”, erklärte Pistorius nach dem Rennen. Der 21-Jährige wird zudem auch über die 200 Meter und 400 Meter an den Start gehen und der Konkurrenz weg laufen. “Da kann ich meine Schnelligkeit erst richtig ausspielen”, ergänzte er. weiterlesen »
Marianne Buggenhagen hat bei den Paralympics in Peking ihre Ausnahmestellung im Behindertensport erneut unter Beweis gestellt. Die Querschnittsgelähmte schleuderte den Diskus auf 27,80 Meter und stellte damit einen neuen Weltrekord auf. weiterlesen »
Mit 170 Athleten ist der Deutsche Behinderten-Sportverband (DBS) bei den am Samstag in Peking beginnenden Paralympics vertreten. Trotz der immer geringer werdenden Anzahl deutscher Teilnehmer, wird eine Verbesserung im Medaillenspiegel angepeilt.
“In Sydney haben wir im Medaillenspiegel den zehnten Platz belegt, in Athen uns auf Platz acht verbessert. An dieses Ergebnis wollen wir anknüpfen und noch einmal einen Sprung nach vorne machen”, erklärte Chef de Mission Karl Quade. weiterlesen »