Christian Reif hat es geschafft, er holte Gold im Weitsprung und ist Europameister 2010. Sagenhafte 8,47 Meter im dritten Versuch katapultierten den 25 -Jährigen ganz nach oben aufs Treppchen. Die Leichtathletik-Europameisterschaft in Barcelona wird ihm noch lange im Gedächtnis bleiben.
Um ganze 20 Zentimeter verbesserte Christian Reif mit dem Gold-Sprung von Barcelona seine persönliche Bestmarke, dabei waren die Vorzeichen alles andere als optimal.
Christian Reif vom ABC Ludwigshafen hat es seinen Fans und Zuschauern, vor allem jedoch sich selbst, nicht leicht gemacht. Bereits in der Qualifikation geriet das Projekt Gold arg ins Straucheln, erst im dritten Versuch rettete er sich mit 8,27 Metern ins Weitsprung-Finale.
Doch auch in Gesellschaft der besten Weitspringer Europas sollte aller Anfang schwer sein. Der erste Sprung ging völlig daneben, ungültig. Der zweite Versuch gelang, aber die Weite stimmte mit 7,87 Metern überhaupt nicht. So ging es im dritten Versuch bereits um alles oder nichts, und es sollte Christian Reifs größter Triumph werden.
8,47 Meter, Wahnsinn! Mit diesem Sprung übertrumpfte Christian Reif die gesamte Konkurrenz bei der Leichtathletik-EM und trug sich fein säuberlich in die ewige Bestenliste der deutschen Weitspringer hinter Lutz Dombrowski (8,54 Meter) und Sebastian Bayer (8,49 Meter) ein. Mehr über den Überflieger finden Sie hier.
Sebastian Bayer sorgte für Aufregung bei den Leichtathletik Hallen Europameisterschaften in Turin. Mit 8,71 Metern gewann er nicht nur die Goldmedaille, sondern stellte einen neuen Hallen-Europarekord und die Weltjahresbestleistung im Weitsprung auf.
Um fast einen halben Meter konnte Sebastian Bayer bei der Leichtathletik Hallen EM in Turin (Italien) seine persönliche Bestmarke im Weitsprung aufbessern. Es lief gut, die Anlage war gut, doch selbst der frischgebackene Europameister war verblüfft von seiner Leistung.
Sein Erfolg katapultiert den 22-jährigen Sebastian Bayer direkt in die Top-Liga des Weitsprungs. Zehn Jahre ist der Europarekord unberührt geblieben, bevor der Athlet vom Bremer LT ihn um 15 Zentimeter toppte. Genau die fehlen aber auch noch bis zum Weltrekord im Weitsprung, der bei 8,95 Metern liegt. Doch gibt es insgesamt nur eine handvoll Leichtathleten, die weiter sprangen als Sebastian Bayer. weiterlesen »
Der Olympia-Fünfte im Weitsprung bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, Kofi Amoah Prah ist wegen Dopings vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für zwei Jahre gesperrt worden. Prah wurde am 5. Juli in Nürnberg bei den Deutschen Meisterschaften positiv auf Kokain und Methylecgonin getestet.
Der deutsche Meister aus dem Jahre 2000 hatte in dem anschließenden Überprüfungsverfahren mehrfache Anschreiben an ihn nicht von der Post abgeholt und damit das Verfahren hinausgezögert. Somit konnte der Zugang dieser Information über eine vorläufige Wettkampfsperre dem Athleten erst nach dem 31. August nachgewiesen werden.
Der Weitspringer bestritt an diesem Tag aber einen Wettkampf in Elstal. Sein Ergebnis wurde vom DLV annulliert und die Preisgelder werden von ihm zurückgefordert. Kofi Amoah Prah ist unmittelbar nach diesem Wettkampf vom Leistungssport zurückgetreten.
Claudia Tonn wird künftig nur noch im Weitsprung an Wettkämpfe teilnehmen. Damit hat sich die 27-Jährige gegen eine Fortsetzung ihrer Karriere als Siebenkämpferin entschieden.
“Diese Entscheidung ist mir wahrlich nicht leicht gefallen, doch schlussendlich habe ich sie selbst getroffen und wurde von niemandem dazu gedrängt. Die Rahmenbedingungen im nächsten Jahr lassen ein professionelles und zielorientiertes Siebenkampftraining nicht mehr zu”, erklärte Tonn. Dafür können zwei Gründe angeführt werden: Zum einen wechselt ihr Trainer Uwe Florcak von Paderborn nach Hamburg, zum anderen benötigt sie mehr Zeit für ihr Studium. Mit dem zeitaufwendigen Siebenkampf-Training wäre das scheinbar nicht unter einen Hut zu bringen.
Im Weitsprung kann Tonn eine Bestleistung von 6,75 Metern vorweisen, die sie aber durch intensives Training weiter verbessern will. Doch erstmal steht die Anpassungsphase nach dem Wechsel an. “Die Hallensaison werde ich mit vielen kleinen Wettkämpfen dazu nutzen, mich in die Rolle als Weitspringerin einzufinden. Im Sommer werde ich dann in der Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2009 in Berlin voll angreifen. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und das Weitsprungtraining.”
Mit einem Zentimeter Vorsprung hat die Brasilianerin Maurren Maggi im olympischen Weitsprung-Wettkampf Gold geholt. Die 32-Jährige verwies mit der Saisonbestleistung von 7,04 Meter die Weltmeisterin Tatjana Lebedewa aus Russland (7,03) haarscharf auf den zweiten Platz. Der deutsche Stabhochspringer Danny Ecker sprang im Nationalstadion von Peking zu Platz sechs. weiterlesen »