Fabian Hambüchen hat im Bundesliga-Duell seines Verein KTV Straubenhardt gegen das TurnTeam Stuttgart mit einem Ausgangswert von 7,5 Punkten die schwierigste jemals geturnte Reckübung gezeigt. Der 21-Jährige toppte mit dieser Leistung seine bisherige Marke um 0,2 Punkte.
Der KTV Straubenhardt siegte souverän mit 57:17 Punkten und ist damit weiterhin ungeschlagener Spitzenreiter der Turn-Bundesliga. Im Finale am 13. Dezember in Heidelberg trifft das Team von Fabian Hambüchen auf Mannschaftsmeister SC Cottbus.
Zum Weltcup-Finale am 13./14. Dezember in Madrid wird nur Sprung-Talent Matthias Fahrig als einziger deutscher Turner vertreten sein. Der Hallenser durfte als Zwölfter der Sprung-Weltrangliste wegen der Absage einiger Favoriten nachrücken.
Fabian Hambüchen und Oksana Chusovitina waren auch für das Welt-Finale qualifiziert. Der Reck-Weltmeister will aber wegen einer bevorstehenden Finger-Operation nicht starten und seine Riege der KTV Straubenhardt im Bundesliga-Finale unterstützen. Oksana Chusovitina kann wegen einer Achillessehnen-Operation nicht in Madrid teilnehmen.
In der Leichtathletik-Weltspitze wurden in der Sasion 2008 elf Athletinnen und Athleten nicht einmal in ihren Disziplinen geschlagen. Dazu zählen die beiden äthiopischen Olympiasieger Kenenisa Bekele, Tirunesh Dibaba, Sprintstar Usain Bolt aus Jamaika, Pamela Jelimo aus Kenia und die Wattenscheiderin Marathonläuferin Irina Mikitenko. weiterlesen »
Beim Weltfinale in Stuttgart hat Speerwerferin Barbora Spotakova für das Highlight gesorgt. Gleich mit ihrem ersten Wurf gelang der Olympiasiegerin von Peking mit 72,28 Metern ein neuer Weltrekord. Damit hat die Tschechin die alte Bestweite der Kubanerin Osleidys Menendez um 58 Zentimeter übertroffen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten zwei deutsche Athletinnen. weiterlesen »
Der russische Stabhochsprung-Star Jelena Issinbajewa hat heute im Nationalstadion von Peking mit neuem Weltrekord von 5,05 m ihre erhoffte olympische Goldmedaille errungen. Silber ging an die US-Meisterin Jennifer Stuczynski (4,80) und Bronze an die Landsfrau der Weltrekordlerin Swetlana Feofanowa (4,75). Die Deutsche Carolin Hingst (Mainz) landete mit 4,65 Metern auf dem sechsten Platz. weiterlesen »
Liu Xiang muss sich warm anziehen. Knapp zwei Monate vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Peking ist der chinesische Superstar seinen Weltrekord über die 110 Meter Hürden los.
Beim Leichtathletik-Meeting im tschechischen Ostrava unterbot der Kubaner Dayron Robles die Bestzeit von Xiang um eine Hundertstel. Im Ziel blieb die Uhr des 21-Jährigen bei 12,87 Sekunden stehen. Zweiter wurde der US-Boy Terrence Trammell, der jedoch mit 34 Hundertstel deutlich hinter Robles blieb.
Im Allgemeinen verbindet man mit Jamaika eine entspannte Lebensweise, in der es auch mal ruhig zur Sache geht. Für Usain Bolt gilt das aber bei weitem nicht. Denn der Jamaikaner ist neuer Weltrekordhalter über die 100-m-Distanz.
Bei einem Leichtathletik-Meeting in New York kam der 21-Jährige nach 9,72 Sekunden ins Ziel. Damit hat er die alte Bestmarke von seinem Landsmann Asafa Powell (9,74 Sekunden) um zwei Hundertstel unterboten.
Bedeutungsloser Rekord
Doch von Euphorie keine Spur. “Dieser Rekord bedeutet mir nichts, wenn ich nicht auch Olympia-Gold gewinne”, posaunte Bolt nach seiner starken Vorstellung um sich dann aber dennoch ein klein wenig zu freuen. “Ich wollte gar nicht Weltrekord laufen. Aber jetzt habe ich ihn, und gut.” Die Umstände waren bei der leicht regennassen Tartanbahn im Icahn-Stadion nicht die besten, doch das störte Bolt wenig.
Rekord für Jamaikaner
Die unterlegenen Konkurrenten konnten ihm dagegen nur gratulieren. “Er ist ein perfektes Rennen gelaufen”, sagte beispielsweise Tyson Gay, der seinerseits mit einer starken Leistung und 9,85 Sekunden den zweiten Platz holte. Dabei gilt Bolt mit einer Körpergröße von 1,96 Meter nicht unbedingt als typischer Sprinter. Umso überraschender ist seine Leistung. Bolt wollte anschließend seinen Weltrekord mit seinen Landsmännern feiern. “Ich wusste, dass viele Jamaikaner hier sein werden. Ich wollte ihnen nur das geben, worauf sie gewartet haben.”
Weltjahresbestzeit bei den Frauen
Für den perfekten jamaikanischen Abend in der US-Metropole sorgte Veronica Campbell-Brown. Sie lief in der Frauenkonkurrenz mit 10,91 Sekunden eine neue Weltjahresbestzeit über 100 Meter. Damit ist das Duo wohl gleich in die Favoritenrolle auf Olympia-Gold gesprintet.
Hier der Fabellauf von Usain Bolt:
Vor einer Woche beim Meeting in Stuttgart war sie noch knapp an der alten Bestmarke über 60 Meter Hürden gescheitert, doch nun beim Meeting in Karlsruhe siegte Susanna Kallur mit 7,68 Sekunden und stellte einen neuen Weltrekord auf.Die schwedische Ausnahmesprinterin knackte damit den Uralt-Rekord von Ludmilla Naroschilenko aus dem Jahr 1990.
Die 26jährige Europameisterin aus Schweden verbesserte die alte Bestemarke 0,03 Sekunden und gilt nun auch als eine der größten Hoffnungen Schwedens auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen in diesem Sommer.
Susanna Elisabeth Kallur wurde in Huntington in den USA geboren, ist aber eine schwedische Leichtathletin. Ihr Vater, Anders Kallur, spielte zu dieser Zeit als Eishockeyspieler bei den New Islanders. Ihr größter Erfolg bisher war der Sieg bei den Europameisterschaften 2006 im heimatlichen Göteborg, wo sie sich über 100 Meter Hürden den Titel sichern konnte. In 12,59 Sekunden begeisterte sie das heimische Publikum mit einem fantastischen Lauf. Bei den
Halleneuropameisterschaften in Madrid 2005 und Birmingham 2007 gewann sie zudem Gold über die 60 Meter Hürden. Etwas enttäuscht war Kallur bei den Weltmeisterschaften im japanischen Osaka, wo sie nur den bitteren vierten Platz belegte, obwohl sie nur 0,05 Sekunden hinter der Siegerin Michel Perry landete.
Das große Ziel in diesem Jahr sind natürlich die Olympischen Spiele in Peking, wo sie gern eine Medaille gewinnen würde. Dafür trainiert die 1,70 Meter große Athletin im heimatlich Falun mit großem Aufwand und Fleiß.
Einer der schillerndsten Leichtathleten der vergangenen Jahre hat gestern bei einem Besuch der olympischen Stätten in Peking seinen Rücktritt vom aktiven Sport erklärt – Maurice Greene. Der zweifache Olympiasieger gab mentale Probleme und die andauernde Verletzungsanfälligkeit als Grund für den Rücktritt an.
Greene erblickte 1974 in Kansas City das Licht der Welt und begann seine aktive Karriere bei den Weltmeisterschaften 1995 in Göteborg (Schweden). Allerdings verliefen die ersten beiden Jahre seiner Karriere alles andere als erfolgreich,
denn weder bei den Weltmeisterschaften 1995 noch bei den Olympischen Spielen in Atlanta konnte er in Erscheinung treten. Mit seinem Sieg auf der 100-Meter Distanz bei der Leichtathletik-WM in Athen 1997 begann der Stern des Maurice Greene zu leuchten. In den folgenden Jahren sollte er das Geschehen auf den 100 Metern über lange Zeit dominieren wie einst nur Carl Lewis gelungen war.
Bei den Olympischen Spielen in Sydney holte Greene die Goldmedaille über die 100 Meter sowie in der 4 x 100-Meter-Staffel. 2004, bei den Spielen in Athen wurde er allerdings nur noch Dritter und errang mit der Staffel die Silbermedaille. Besonders erfolgreich war Greene bei Weltmeisterschaften. Er siegte über die 100 Meter 1997 in Athen, 1999 in Sevilla und 2001 in Edmonton, über die 200 Meter 1999 in Sevilla sowie an gleicher Stelle mit der Staffel. Bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Maebashi 1999 gewann Greene über die 60 Meter.
Die Krönung seiner aktiven Karriere war der Weltrekord über die 100 Meter aus dem Jahr 1999. Bei einem Meeting in Athen lief Greene die Strecke in 9,79 Sekunden. Dieses hielt er bis ins Jahr 2005, als er von Asafa Powell unterboten wurde.
Künftig möchte Greene als Trainer im Leichtathletik-Zirkus tätig sein. In Erinnerung bleibt ein beeindruckender 100-Meter-Sprinter, der über ein Jahrzehnt lang diese Strecke mit seinen Leistungen bereicherte.